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08.05.2014

10:11 Uhr

Devisen

Kaum Bewegung beim Euro

Zur Stunde berät der EZB-Rat über die weitere Vorgehensweise gegen die ungewöhnlich schwache Teuerung. Vor der Entscheidung bewegt sich der Euro daher kaum. Eine Lockerung wird eher nicht erwartet.

Eine schwarz-rot-gold beleuchtete deutsche Euromünze spiegelt sich in einer Wasserfläche: Auch der Euro schaffte es heute zurück ins ruhige Fahrwasser. dpa

Eine schwarz-rot-gold beleuchtete deutsche Euromünze spiegelt sich in einer Wasserfläche: Auch der Euro schaffte es heute zurück ins ruhige Fahrwasser.

FrankfurtDer Euro hat sich am Donnerstag vor neuen Entscheidungen der EZB zunächst wenig bewegt. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,3920 US-Dollar und damit nur geringfügig weniger als am Vorabend. Ein Dollar war 0,7187 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochmittag auf 1,3927 Dollar festgesetzt.

Der Donnerstag steht klar im Zeichen der Geldpolitik. Zur Stunde berät der EZB-Rat über die weitere Vorgehensweise gegen die ungewöhnlich schwache Teuerung. Eine Mehrheit von Bankvolkswirten rechnet zwar nicht mit einer zusätzlichen geldpolitischen Lockerung. Allerdings war die Notenbank in der Vergangenheit immer wieder für Überraschungen gut.

Geschichte des Euro

Anfänge

Das Ziel einer Währungsunion war bereits im EG-Vertrag verankert. Am 1. Januar 1999 ist es so weit: Der Euro wird gemeinsame Währung von elf Ländern. In Euro bezahlt werden kann per Scheck, Kredit- oder EC-Karte. Das alte Geld bleibt jedoch zunächst das allein gültige Zahlungsmittel. Wenige Tage später nehmen auch die Finanzmärkte den Handel mit Euro auf.

Euro-Zone

Zu den ersten Ländern, die den Euro einführten, gehörten Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien. Griechenland trat erst 2001 der Gemeinschaft bei, da es vorher nicht die Auflagen erfüllte. Großbritannien, Dänemark und Schweden verzichteten auf den Euro.

Bargeld

Am 1. Januar 2002 wird der Euro in zwölf Ländern gesetzliches Zahlungsmittel. Die D-Mark behält für zwei Monate ihr Gültigkeit, kann danach aber immer noch gegen Euro eingetauscht werden. Der Wechselkurs ist festgesetzt auf 1 Euro = 1,95583 D-Mark.

Neue Mitglieder

2004 werden zehn Länder in Mittel- und Osteuropa sowie im Mittelmeerraum neue EU-Mitglieder. Sie müssen die Gemeinschaftswährung übernehmen, sobald sie die Konvergenzkriterien erfüllen. Bis heute sind allerdings nur fünf weitere Staaten der Euro-Zone beigetreten, nämlich Slowenien, Malta, Zypern, Estland und die Slowakei. Damit gibt es insgesamt 17 Länder in Europa, in denen offiziell mit Euro bezahlt werden kann.

Höchststand

Ende August 2008 steigt der Euro zum ersten Mal über die psychologisch wichtige Marke von 1,50 US-Dollar. Sein bisheriges Allzeithoch von 1,5990 Dollar erreicht die Gemeinschaftswährung am 15. Juli, wobei der höchste je am Markt gehandelte Kurs sogar über 1,60 Dollar liegt.

Schuldenkrise

Im Frühjahr 2010 kommt Griechenland in immer größere Finanznöte und muss als erstes Euro-Land Milliardenhilfen beantragen. Damit nimmt eine Schuldenkrise ihren Lauf, in dessen Zuge weitere Länder, darunter Irland und Portugal, um Geldmittel bitten müssen. In der Öffentlichkeit wird heftig über einen möglichen Zusammenbruch der Euro-Zone spekuliert. Die Gemeinschaftswährung wertet kontinuierlich ab.


Von

dpa

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