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23.08.2011

17:28 Uhr

Devisen

Konjunkturdaten stützen Euro

Hiobsbotschaften seitens der Konjunkturdaten sind vorübergehend ausgeblieben. In Folge hielt sich der Euro stabil. Die Gemeinschaftswährung verteuerte sich auf 1,4410 Dollar, knackte die 1,45-Dollar-Marke aber nicht.

Frisch geprägte Zwei-Euro-Münzen in der Staatlichen Münze in Berlin. dpa

Frisch geprägte Zwei-Euro-Münzen in der Staatlichen Münze in Berlin.

FrankfurtDie Hoffnung auf ein Vorbeischrammen der Weltwirtschaft an einer Rezession hat den Euro am Dienstag gestützt. Die Gemeinschaftswährung verteuerte sich auf 1,4410 Dollar, prallte aber an der Marke von 1,45 Dollar ab. Vor allem die Einkaufsmanagerindizes aus China und der Eurozone sorgten bei Anlegern für Erleichterung. Der von HSBC ermittelte Konjunkturindex der chinesischen Einkaufsmanager stieg im August auf 49,8 Punkte. Die europäischen Einkaufsmanagerindizes zeigten zwar Rückgänge, fielen aber überwiegend weniger schlecht als befürchtet aus. Der deutsche ZEW-Konjunkturindex versetzte den Optimisten zwar einen Dämpfer, konnte die Aufwärtsbewegungen an den europäischen Aktien- und Devisenmärkten aber nicht stoppen. 

Dem Euro gelang es indes nicht, die Marke von 1,45 Dollar zu überspringen. „Dort gab es einen größeren Widerstand“, sagte ein Devisenhändler. „Das Abprallen an dieser Marke hat einige Verkaufsorders ausgelöst.“ Börsianer machten auch Aussagen des früheren Fed-Chefs Alan Greenspan für die Verkäufe verantwortlich. Der 85-jährige hatte Händlern zufolge erklärt, der Euro stehe vor dem Kollaps. „Man muss zwar hinterfragen, welchen Stellenwert Herr Greenspan noch hat, aber die Reaktion zeigt, wie nervös die Märkte derzeit sind“, sagte der Devisenhändler in Frankfurt. Am Rentenmarkt machte der Bund-Future seine Verluste wett und notierte zehn Ticks im Plus bei 135,27 Punkten. 

Der Dollar notierte gegenüber einem Korb wichtiger Währungen 0,2 Prozent schwächer. Die US-Devise steht auch deshalb unter Druck, weil Anleger mit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik durch die US-Notenbank Federal Reserve rechnen. Am Freitag hält Fed-Chef Ben Bernanke eine mit Spannung erwartete Rede in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming, von der sich Börsianer Hinweise auf den Kurs der Notenbank in der Geldpolitik erhoffen. Der Markt setze darauf, dass die Fed ihre Geldschleusen erneut öffne, sagte Chefstratege Brian Dolan von Forex.com. Er sei sich nicht sicher, ob diese Hoffnungen begründet seien, aber einige Investoren schalteten deshalb einen Gang höher. Mit den Fed-Maßnahmen würde das Dollar-Volumen im Marktsystem erhöht und der Wert der Währung gedrückt.

Von

rtr

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