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07.04.2016

08:53 Uhr

Devisen

Neue Turbulenzen an der Währungsfront

Die US-Notenbank ist bei der Frage gespalten, ob es weitere Zinserhöhungen geben soll. Börsianer werten das als Nein und verkaufen den Greenback. Andere Währungen markieren deswegen neue Jahreshochs.

Der Euro notiert derzeit bei 1,14 Dollar und damit etwa sechs Prozent höher als zum Jahresbeginn. Reuters

Dollar mit Schwäche zu wichtigen Währungen

Der Euro notiert derzeit bei 1,14 Dollar und damit etwa sechs Prozent höher als zum Jahresbeginn.

FrankfurtAn den Devisenmärkten wird das Fed-Protokoll als Signal für vorerst weiter niedrige Zinsen in der weltgrößten Volkswirtschaft gesehen. Dies machte vor allem dem Dollar zu schaffen, der sowohl zum Euro als auch zum Yen Federn ließ. „Einige Anleger gingen wohl für die nächste Zeit nicht mehr von einer Zinserhöhung aus“, sagte ein Händler.

Allerdings liege das Thema nun bei jeder Sitzung auf dem Tisch. Der Euro notierte am Morgen mit 1,1420 Dollar nahe dem am Freitag voriger Woche erreichten Jahreshoch von 1,1437 Dollar. Zum Yen rutschte der Dollar auf 108,78 Yen und notierte damit so niedrig wie zuletzt Ende Oktober 2014. Experten sehen einen wichtigen Grund in zunehmenden Zweifeln an der Geldpolitik der japanischen Notenbank. Sie versucht seit Jahren, die schwache Inflation anzuschieben - bisher ohne Erfolg.

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Aus dem am Mittwochabend veröffentlichten Protokoll der Fed-Sitzung vom März war hervorgegangen, dass sich die Notenbanker über eine baldige Zinsanhebung nicht einig sind. Mehrere Führungsmitglieder hatten für eine geldpolitische Straffung im April plädiert.

Die Gegner hatten vor allem die schwächelnde globale Konjunktur und die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten ins Feld geführt. Die beiden Gruppen im Offenmarktausschuss (FOMC) seien etwa gleich groß, konstatierten die Analysten der Bayern LB. Dabei zähle Fed-Chefin Janet Yellen zu der Gruppe jener, die eine abwartende Geldpolitik bevorzugten. Es sei zu erwarten, dass diese sich durchsetze.

Am Donnerstagabend steht ein Auftritt von Yellen in New York auf der Agenda sowie die Veröffentlichung des März-Protokolls der EZB-Sitzung (13:30 MESZ).

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