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30.09.2013

17:56 Uhr

Devisen-News

Euro erholt sich nach schlechtem Start

Zum Wochenbeginn ist der Euro verhalten gestartet. Anleger reagierten beunruhigt auf die Gerüchte über Neuwahlen in Italien. Die erste Druckphase hat die Gemeinschaftswährung aber erfolgreich abgewendet.

Vor der EZB-Ratssitzung steht der Euro gegenüber dem Dollar auf der Stelle. dpa/picture alliance

Vor der EZB-Ratssitzung steht der Euro gegenüber dem Dollar auf der Stelle.

FrankfurtDas Politchaos in Italien ist zu Beginn der Woche das alles beherrschende Thema beim Euro-Handel. Nachdem die Gemeinschaftswährung am Montagmorgen mit der Aussicht auf ein Auseinanderbrechen der Reformregierung unter Ministerpräsident Enrico Letta zunächst unter Verkaufsdruck geraten war, setzte sie am Nachmittag zu einer Erholung an. Experten erklärten den Anstieg mit Pressemeldungen, wonach die Regierung Letta womöglich doch weiter im Amt bleiben könnte. Zuletzt stand der Euro bei 1,3540 US-Dollar, nachdem er zuvor ein Tageshoch bei 1,3555 Dollar erreicht hatte. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3505 (Freitag: 1,3537) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7405 (0,7387) Euro.

„Unbestätigte Gerüchte über ein mögliches Fortbestehen der Regierung in Rom ohne Neuwahlen haben dem Euro wieder Auftrieb verliehen“, sagte Experte Johannes Jander von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Laut Medienberichten gibt es bei der für Mittwoch anberaumten Vertrauensabstimmung im italienischen Parlament wieder neue Hoffnung auf ein Weiterbestehen der Regierung. Zahlreiche Senatoren der Partei von Silvio Berlusconi PdL wollen demnach dem Ex-Regierungschef bei seinem Konfrontationskurs mit der amtierenden Koalition die Gefolgschaft verweigern.

Am Wochenende hatte die Berlusconi-Partei den Rücktritt ihrer fünf Minister aus der großen Koalition angekündigt und damit die Regierungskrise in Rom weiter angeheizt. Gleichzeitig spielt auch der andauernden Haushaltsstreits in den USA ein wichtige Rolle beim Handel am Devisenmarkt. Die Aussicht, dass in der weltgrößten Volkswirtschaft die Zahlungsunfähigkeit droht, belastete den Dollar und gab dem Euro im Gegenzug Auftrieb.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83605 (0,84000) britische Pfund, 131,78 (133,28) japanische Yen und 1,2225 (1,2248) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1326,50 (1341,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 31 310,00 (30 980,00) Euro.

Von

dpa

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