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23.09.2013

09:07 Uhr

Devisen-News

Euro trotz Bundestagswahl unverändert

Das Wahlergebnis aus Deutschland lässt den Euro kalt. Weder der CDU-Wahlsieg noch das Ergebnis der Euro-kritischen AfD haben für eine Veränderung an den Märkten gesorgt. Eine große Koalition könnte das ändern.

Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der CDU-Wahlparty in Berlin. Bisher reagierte der Euro unverändert auf die deutschen Wahlergebnisse. Reuters

Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der CDU-Wahlparty in Berlin. Bisher reagierte der Euro unverändert auf die deutschen Wahlergebnisse.

Sydney/FrankfurtDas Ergebnis der Bundestagswahl hat den Euro zu Wochenbeginn relativ kalt gelassen. Am Montagmorgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,3530 US-Dollar und damit so viel wie am Freitagabend. Ein Dollar war zuletzt 0,7390 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Euro-Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,3514 (Donnerstag: 1,3545) Dollar festgesetzt.

Die Devisenexperten der Commerzbank erklärten, der Euro habe faktisch nicht auf das Wahlergebnis reagiert. Die Begründung: Zum einen könne Angela Merkel Bundeskanzlerin bleiben. Zum anderen sei es der Euro-kritischen Partei „Alternative für Deutschland“ nicht gelungen, in den Bundestag einzuziehen. Im Vorfeld der Wahl hatten Beobachter vor Kursverlusten beim Euro gewarnt, falls die AfD Bundestagsmandate erhalten sollte.

CDU und CSU hatten bei der Bundestagswahl am Sonntag überraschend stark abgeschnitten, die absolute Mehrheit aber knapp verfehlt. Nach dem Scheitern des bisherigen Koalitionspartners FDP an der Fünf-Prozent-Klausel könnte die Union nun eine große Koalition mit der SPD eingehen. Das sei möglicherweise eine gute Nachricht für die Euro-Zone, sagte Peter Dragicevich, Währungsstratege bei der Commonwealth Bank of Australia. „Die SPD befürwortet eine weitere Integration der Euro-Zone. Deswegen könnte eine große Koalition eine größere Bereitschaft an den Tag legen, mit der EZB und den Regierungen anderer Euro-Staaten zusammenzuarbeiten, um eine nachhaltige Lösung für die Probleme der Peripheriestaaten zu finden.“

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