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13.11.2014

17:26 Uhr

Devisen

Rubel unter Druck, Euro legt zu

Der russische Rubel musste am Donnerstag deutliche Verluste hinnehmen. Der Euro legte dagegen leicht zu. Die europäische Gemeinschaftswährung stieg am späten Nachmittag in Richtung 1,25 Dollar.

Der russische Rubel: Die russische Währung bleibt unter Druck. dpa

Der russische Rubel: Die russische Währung bleibt unter Druck.

Frankfurt/MainDer Euro hat am Donnerstag trotz neuer Hinweise auf eine anhaltend lockere Geldpolitik zugelegt. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2485 US-Dollar und damit einen halben Cent mehr als am Morgen. Händler begründeten die Entwicklung mit dem Dollar, der zu vielen Währungen nachgab. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2456 (Mittwoch: 1,2467) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8028 (0,8021) Euro.

Eine vielbeachtete Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) zu Wachstum und Inflation blieb ohne nachhaltigen Effekt am Währungsmarkt. Von der Notenbank befragte Finanzexperten gehen sowohl von einer schwächeren Konjunktur als auch von geringerem Preisdruck aus. Die langfristigen Inflationserwartungen liegen nun bei 1,8 Prozent. Das entspricht den längerfristigen Markterwartungen, die aus speziellen Finanzprodukten abgeleitet werden können. Experten sind besorgt: Sie warnen vor einem Glaubwürdigkeitsverlust der EZB, falls ihr Preisziel von knapp zwei Prozent immer mehr außer Reichweite gerät.

Der Dollar stand unter Druck, weil sich der einflussreiche New Yorker Fed-Chef William Dudley abermals als Verfechter einer lockeren US-Geldpolitik präsentierte. In Abu Dhabi bestätigte er zwar, dass Erwartungen einer ersten Zinsanhebung nach der Finanzkrise gegen Mitte 2015 „angemessen“ seien. Der genaue Zeitpunkt hänge aber von der Konjunktur ab. Zudem unterstrich er, dass es für den Straffungskurs wichtig sei, wie die Reaktion der Finanzmärkte auf die Zinswende ausfalle.

Deutliche Verluste von knapp zwei Prozent zum Dollar musste der russische Rubel hinnehmen. Auslöser waren zunehmende Spannungen in der Ukraine-Krise. Die Waffenruhe zwischen Kiew und russlandtreuen Separatisten in der Ostukraine bröckelt. Vor dem UN-Sicherheitsrat warfen sich die Ukraine und Russland gegenseitig vor, die Lage zu verschärfen. Sollte sich der Rubelverfall der vergangenen Monate fortsetzen, erwartet Commerzbank-Analyst Simon Quijano-Evans eine größere Intervention der russischen Notenbank am Devisenmarkt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,79120 (0,78800) britische Pfund, 143,87 (143,63) japanische Yen und 1,2018 (1,2023) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1161,75 (1164,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 29 440,00 (29 510,00) Euro.

Von

dpa

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