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17.10.2011

14:10 Uhr

Devisen

Schäuble bremst Euphorie von Euro-Anlegern

Nachdem sich zum Tagesanfang noch Hoffnung auf weitere Maßnahmen gegen die Schuldenkrise breit machte, verpasste Finanzminister Schäuble den Euro-Anlegeren schnell einen Dämpfer. Der Kurs fiel wieder unter 1,38 Dollar.

Nahaufnahme zweier Euro-Münzen. dapd

Nahaufnahme zweier Euro-Münzen.

FrankfurtDie Euphorie unter Euro-Anlegern war am Montag nur von kurzer Dauer: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble verpasste der aufkeimenden Hoffnung, dass Europas Politiker sich schon bald den großen Wurf zur Lösung der Schuldenkrise einigen, am Mittag einen Dämpfer: Man werde beim EU-Gipfel am Wochenende keine „endgültige Lösung“ zur Schuldenkrise präsentieren, sagte er in Düsseldorf.

Der Euro fiel daraufhin auf ein Tagestief von 1,3771 Dollar zurück, nachdem er mit 1,3914 Dollar am Morgen noch auf den höchsten Stand seit mehr als einem Monat gestiegen war. Die Aussagen Schäubles seien natürlich ernüchternd, sagte HSBC-Trinkaus-Analyst Lothar Heßler. Aber selbst wenn kein umfassender Befreiungsschlag präsentiert werde, „irgendetwas werden die Politiker am Sonntag vorlegen müssen“.

Die Finanzminister der G20-Staaten hatten am Wochenende den Druck auf ihre Kollegen der Eurozone verstärkt, rigoros gegen die Krise vorzugehen. Der französische Finanzminister Francois Baroin und sein deutscher Kollege Wolfgang Schäuble versicherten, Europa sei dank der engen Zusammenarbeit der Regierungen in Paris und Berlin auf einem guten Weg. Am Montag sagte Schäuble, es seien fünf Elemente zur Beilegung der Schuldenkrise angestrebt.

Dazu gehöre eine Lösung zu Griechenland. Diese werde es nicht ohne eine Reduzierung der Schulden geben könne, betonte der Minister. Auf eine Größenordnung wolle er sich öffentlich noch nicht festlegen.

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