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28.05.2014

18:03 Uhr

Devisen

Schwache Arbeitsmarktdaten drücken Euro nach unten

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland steigt saisonbereinigt überraschend – und setzt den Euro-Kurs unter Druck. Auch gute Konjunkturdaten der EU konnten die Gemeinschaftswährung nicht stützen.

Der Euro bleibt in Zange. Sollte die Fed ihre Geldflut zurückfahren, würde dies den Euro belasten. dpa

Der Euro bleibt in Zange. Sollte die Fed ihre Geldflut zurückfahren, würde dies den Euro belasten.

FrankfurtDer Eurokurs ist am Mittwoch nach schwachen deutschen Arbeitsmarktdaten unter die Marke von 1,36 Dollar gefallen. Am Nachmittag wurde die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,3591 Dollar gehandelt. Im frühen Handel hatte sie noch bis zu 1,3638 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3608 (Dienstag: 1,3638) Dollar fest.

In Deutschland, der größten Euro-Volkswirtschaft, hatte die Arbeitslosigkeit im April saisonbereinigt überraschend zugenommen – erstmals seit fünf Monaten. Ökonomen wollten die Zahlen zwar nicht überbewerten. „Aus unserer Sicht handelt es sich um einen Ausrutscher“, kommentierte Mario Gruppe von der NordLB. Die Reaktion am Devisenmarkt fiel dennoch negativ aus.

Geschichte des Euro

Anfänge

Das Ziel einer Währungsunion war bereits im EG-Vertrag verankert. Am 1. Januar 1999 ist es so weit: Der Euro wird gemeinsame Währung von elf Ländern. In Euro bezahlt werden kann per Scheck, Kredit- oder EC-Karte. Das alte Geld bleibt jedoch zunächst das allein gültige Zahlungsmittel. Wenige Tage später nehmen auch die Finanzmärkte den Handel mit Euro auf.

Euro-Zone

Zu den ersten Ländern, die den Euro einführten, gehörten Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien. Griechenland trat erst 2001 der Gemeinschaft bei, da es vorher nicht die Auflagen erfüllte. Großbritannien, Dänemark und Schweden verzichteten auf den Euro.

Bargeld

Am 1. Januar 2002 wird der Euro in zwölf Ländern gesetzliches Zahlungsmittel. Die D-Mark behält für zwei Monate ihr Gültigkeit, kann danach aber immer noch gegen Euro eingetauscht werden. Der Wechselkurs ist festgesetzt auf 1 Euro = 1,95583 D-Mark.

Neue Mitglieder

2004 werden zehn Länder in Mittel- und Osteuropa sowie im Mittelmeerraum neue EU-Mitglieder. Sie müssen die Gemeinschaftswährung übernehmen, sobald sie die Konvergenzkriterien erfüllen. Bis heute sind allerdings nur fünf weitere Staaten der Euro-Zone beigetreten, nämlich Slowenien, Malta, Zypern, Estland und die Slowakei. Damit gibt es insgesamt 17 Länder in Europa, in denen offiziell mit Euro bezahlt werden kann.

Höchststand

Ende August 2008 steigt der Euro zum ersten Mal über die psychologisch wichtige Marke von 1,50 US-Dollar. Sein bisheriges Allzeithoch von 1,5990 Dollar erreicht die Gemeinschaftswährung am 15. Juli, wobei der höchste je am Markt gehandelte Kurs sogar über 1,60 Dollar liegt.

Schuldenkrise

Im Frühjahr 2010 kommt Griechenland in immer größere Finanznöte und muss als erstes Euro-Land Milliardenhilfen beantragen. Damit nimmt eine Schuldenkrise ihren Lauf, in dessen Zuge weitere Länder, darunter Irland und Portugal, um Geldmittel bitten müssen. In der Öffentlichkeit wird heftig über einen möglichen Zusammenbruch der Euro-Zone spekuliert. Die Gemeinschaftswährung wertet kontinuierlich ab.

Zudem war die Geldmenge in der Eurozone trotz der lockeren Geldpolitik der EZB so gering gestiegen wie seit September 2010 nicht mehr. Die Daten hätten die Erwartungen verfestigt, dass die EZB ihre Geldpolitik am kommenden Donnerstag weiter lockern werde, sagten Händler. Dafür sprächen auch aktuelle Aussagen von Notenbankvertretern. Dass sich laut Daten der EU-Kommission die Stimmung in der Wirtschaft der Eurozone verbessert hatte, konnte den Euro nicht stützen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,81250 (0,81100) britische Pfund, 138,73 (139,01) japanische Yen und 1,2225 (1,2221) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1263,50 (1275,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 29 390,00 (29 740,00) Euro.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

28.05.2013, 10:57 Uhr

Ob sich der EURO erholt oder nicht.

Europa wird an ihm zerbrechen!

Mit dem EURO wird es niemals Stabilität im europäischen Wirtschaftsraum geben. Die jetzige wird durch Milliarden von Schulden teuer erkauft.

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