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06.01.2005

17:00 Uhr

Rohstoffe + Devisen

Devisen: Schwache US-Arbeitsmarktdaten helfen Euro zeitweise über 1,32 Dollar

Überraschend schwache US-Arbeitsmarktdaten haben den Euro am Donnerstag nach Einschätzung von Experten zeitweise wieder deutlich über die Marke von 1,32 Dollar steigen lassen. Im Nachmittagshandel rutschte der Euro aber wieder auf 1,3 180 Dollar.

dpa-afx FRANKFURT. Überraschend schwache US-Arbeitsmarktdaten haben den Euro am Donnerstag nach Einschätzung von Experten zeitweise wieder deutlich über die Marke von 1,32 Dollar steigen lassen. Im Nachmittagshandel rutschte der Euro aber wieder auf 1,3 180 Dollar. Damit konnte die europäische Gemeinschaftswährung die Talfahrt der vergangenen Handelstage mit einem Rückfall auf ein Vier-Wochentief von zeitweise 1,3 165 Dollar nur kurzfristig stoppen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Eurokurs am frühen Nachmittag auf 1,3 183 (Mittwoch: 1,3 224) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7 586 (0,7 562) Euro.

"Der überraschend deutliche Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenversicherung in den USA half dem Euro wieder über die Marke von 1,32 Dollar", sagte Devisenexperte Frank Möller von der Bremer Landesbank. Im Vormittagshandel hatten noch die unerwartet schwachen Einzelhandelsumsätze in Deutschland für November und ein enttäuschendes Verbrauchervertrauen in Frankreich den Euro belastet, sagten Experten der auf den Devisenhandel spezialisierten "Fxdirektbank".

Für den weiteren Kursverlauf des Euro wird allerdings der US-Arbeitsmarktbericht für Dezember am Freitag das Maß aller Dinge sein, hieß es von Experten. Bei der Zahl der Beschäftigten erwarten Volkswirte gemeinhin eine Zunahme von 150 000 bis 175 000. Eine stärkere Zunahme dürfte den Dollar-Optimismus wieder anheizen. Ein enttäuschender Arbeitsmarktbericht aus den USA werde dagegen dem Euro weiteren Auftrieb verleihen. Devisenexperte Möller hält dann wieder einen Anstieg des Euro bis an die Marke von 1,3 450 Dollar im Verlauf der kommenden Woche für möglich.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,70 390 (0,70 485) britische Pfund , 138,30 (138,09) japanische Yen und 1,5 498 (1,5 528) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 424,35 (Dienstag: 426,00) Dollar gefixt.

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