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19.08.2011

12:02 Uhr

Devisen

Schweizer Franken gefragt

Die Angst vor einer weltweiten Rezession und die mögliche Eskalation der Schuldenkrise verleihen dem Franken weiter Auftrieb. Ein Eingreifen der Schweizerischen Nationalbank könnte den Kurs aber wieder drücken.

Eine Euro-Münze und ein Schweizer Franken. Quelle: dpa

Eine Euro-Münze und ein Schweizer Franken.

FrankfurtAm Devisenmarkt hat erneut der starke Franken im Fokus gestanden. Investoren fürchteten zwar, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) erneut eingreifen und den Kurs drücken könnte. Angesichts der globalen Rezessionsängste und der ungelösten Schuldenprobleme sahen dennoch viele Anleger keine Alternative zum „sicheren Hafen“ Franken. Zur Gemeinschaftswährung zog die alpenländische Währung um rund ein Prozent an, so dass für einen Euro 1,1252 (spätes Vortagesgeschäft: 1,1375) Franken gezahlt werden mussten.

„Es ist nicht abzusehen, dass sich an der gedämpften Stimmung am Markt etwas ändert, so dass der Aufwertungsdruck auf den Franken bleiben dürfte“, schrieb die Commerzbank in einem Marktkommentar. In den vergangenen Tagen war der Euro schon einmal fast auf die Parität zum Franken gefallen, hatte sich dann aber angesichts des Eingreifens der SNB etwas erholt. „Bisher scheint der Markt noch Angst vor der SNB zu haben. Diese könnte aber schnell verfliegen, sollte die SNB nicht bald glaubhaft handeln“, hieß es im Commerzbank-Kommentar.

Gesprächsthema in den Handelsräumen blieb die Furcht vor Refinanzierungsengpässen einiger großer europäischer Banken. Dies belastete den Euro, so dass er bis auf 1,4257 (spätes Vortagesgeschäft: 1,4326) Dollar fiel. „In einem Umfeld, in dem uns Refinanzierungssorgen Kopfschmerzen bereiten, wird natürlich der Dollar nachgefragt“, sagte Währungsstratege Robert Rennie von Westpac.

Der japanische Yen zog ebenfalls weiter an. Auch hier agierten Anleger in Erwartung einer Intervention sehr nervös. „Angesichts der schlechten Entwicklung am Aktienmarkt sind wir bezüglich einer kurzfristigen Intervention in erhöhter Alarmbereitschaft“, sagte ein Händler in Tokio. „Es gibt schon einige Angebote, um sich dagegen abzusichern, aber noch sind die zu teuer.“ Zum Dollar gewann der Yen 0,2 Prozent an Wert und notierte um 76,37 Yen. Zum Euro stieg er um 0,5 Prozent.

Von

rtr

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