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27.02.2017

16:55 Uhr

Devisen

Spekulationen um Schottland setzen Pfund zu

Während der Euro-Kurs sich kaum bewegt, verliert das britische Pfund an Wert. Die Währung Großbritanniens ist zu allen anderen wichtigen Währungen gefallen. Der Euro wurde mit 1,0572 US-Dollar gehandelt.

Der Euro bleibe in einem schwierigen Fahrwasser, schreiben die Experten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). dpa

Euro-Kurs

Der Euro bleibe in einem schwierigen Fahrwasser, schreiben die Experten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).

Frankfurt/MainSpekulationen auf eine neue Abstimmung der Schotten über die Unabhängigkeit haben am Montag das Pfund Sterling zeitweise belastet. Die britische Währung rutschte in der Spitze um 0,7 Prozent auf 1,2384 Dollar ab, erholte sich im Verlauf aber wieder auf ein Niveau von über 1,24 Dollar. Anlass für die Spekulationen waren Medienberichte, wonach schottische Nationalisten die Forderung nach einem neuen Referendum wieder auf den Tisch bringen wollen und zwar schon kommenden Monat, wenn die britische Regierung formell den Antrag zum Austritt aus der EU stellt.

Händler erklärten, das wahrscheinliche Scheitern der Fusion der Börsen in London und Frankfurt habe am Morgen zusätzlich für Verkäufe gesorgt. „Das belastete die Stimmung etwas“, sagte ein Händler. Am späten Nachmittag notierte das Pfund mit 1,2445 Dollar immer noch 0,2 Prozent unter dem Niveau vom Freitag.

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Der Kurs des Euro dagegen ist knapp über 1,06 US-Dollar gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,0603 Dollar und damit mehr als am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0587 (Freitag: 1,0609) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9446 (0,9426) Euro.

Robuste Konjunkturdaten aus dem Euroraum gaben der Gemeinschaftswährung Auftrieb. Die Wirtschaftsstimmung - gemessen durch den Economic Sentiment Indicator (ESI) der EU-Kommission - hatte sich im Februar erneut verbessert und war auf den höchsten Stand seit sechs Jahren gestiegen.

Zudem war das Geschäftsklima (BCI), das nur die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe misst, stärker als erwartet gestiegen. Im Januar hatte sich außerdem laut EZB das Wachstum der Geldmenge im Euroraum weniger abgeschwächt als erwartet und die Kreditvergabe an private Haushalte hatte angezogen.

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