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06.08.2015

14:47 Uhr

Devisen unter Druck

Pfund knickt nach Zinsentscheid ein

Übe europäische Devisenmärkten ist Unruhe hereingebrochen. Der Euro kann sich nur noch knapp gegenüber dem Dollar behaupten. In Großbritannien gibt das Pfund wegen der Leitzinsentscheidung der Bank of England nach.

Den Protokollen der jüngsten BoE-Sitzung zufolge votierte nur einer statt der erwarteten zwei Notenbanker für eine Zinserhöhung. Das enttäuscht die Devisenhändler. dpa

Britisches Pfund durch Finanzkrise unter Druck

Den Protokollen der jüngsten BoE-Sitzung zufolge votierte nur einer statt der erwarteten zwei Notenbanker für eine Zinserhöhung. Das enttäuscht die Devisenhändler.

FrankfurtDie europäischen Devisenmärkte durchlebten am Donnerstag einige Turbulenzen. Das britische Pfund verlor nach der Zinsentscheidung der Bank of England (BoE) deutlich und war die schwächste unter den 17 meistgehandelten Währungen. Zum Euro notierte es 0,6 Prozent leichter, gegenüber dem Dollar gab es 0,6 Prozent nach.

Den Protokollen der jüngsten BoE-Sitzung zufolge votierte nur einer statt der erwarteten zwei Notenbanker für eine Zinserhöhung. Damit betrachteten Anleger nun Juni statt Mai 2016 als den wahrscheinlichen Termin für eine Anhebung der britischen Leitzinsen, sagte Tobias Davis, Spezialist für Wechselkurs-Sicherungsgeschäfte bei der Bank Western Union. Das Pfund Sterling verlor daraufhin binnen weniger Minuten rund einen Cent.

Auch der Schweizer Franken rutschte. Die Währung der Eidgenossen verbilligte sich zum Euro um 0,3 Prozent auf 1,0710 Franken je Euro und war damit so niedrig wie zuletzt am 10. März. Gegenüber dem Dollar notierte die eidgenössische Devise 0,3 Prozent niedriger bei 98,21 Rappen und damit auf einem Viermonatstief. Händler erklärten, sie rechneten mit weiteren Verlusten beim Franken.

Der Euro hat am Donnerstag zwischen Gewinnen und Verlusten zum Dollar gependelt. Zuletzt war die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,0904 Dollar knapp behauptet. Händler führten den Rückzug des Euro darauf zurück, dass Marktteilnehmer den Kursanstieg als Verkaufsgelegenheit nutzten.

Für Rückenwind hatten zunächst Daten zum Auftragseingang in der deutschen Industrie gesorgt. Im Juni stiegen die Aufträge um 2 Prozent, während Volkswirte nur mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet hatten.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

06.08.2015, 18:57 Uhr

BoE wird nicht vor der großen "Schwester" aus USA einen Hike bekannt geben.
Das war in den letzten Quartalen so und wird so bleiben.
Alle Verschiebungen der lange bereits anstehenden Zinsanhebung in England sind darauf zurück zu führen, daß die Fed noch nicht soweit war.
Solch Abhängigkeit ist natürlich riskant bis hoch gefährlich, zumal in England die brutale Austerity zu einem veritablen Wirtschaftserfolg führte, in USA das Wachstum jeglicher Hinsicht dagegen müde bleibt.

Peter Meyfarth

06.08.2015, 19:55 Uhr

Die Engländer wissen vielleicht, dass die Amis iim Herbs thren Zins nicht erhöhen.

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