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22.08.2013

15:43 Uhr

Devisen

Währungsverfall in Asien setzt sich fort

Indien kann den Sturz der Rupie nicht stoppen – sie hat inzwischen ein neues Rekordtief erreicht. Auch die Währungen anderer Länder Asiens geben weiter nach. Die Krisenangst wächst.

Ein indischer Kunde zählt sein Geld: Die Rupie hatte zuletzt massiv an Wert verloren. ap

Ein indischer Kunde zählt sein Geld: Die Rupie hatte zuletzt massiv an Wert verloren.

Frankfurt/MainDer Wertverlust wichtiger asiatischer Währungen setzt sich fort. Besonders unter Druck stand am Donnerstag abermals die indische Rupie. Sie fiel im Handelsverlauf auf ein neues Rekordtief von 65,5 Rupien je Dollar. Seit Mai hat die Rupie zur US-Währung um mehr als zwanzig Prozent abgewertet. Wichtigster Grund ist Analysten zufolge die näherrückende geldpolitische Wende in den USA. Sie veranlasst viele Investoren, zuvor in Schwellenländer wie Indien geflossenes Kapital in großem Stil abzuziehen.

Auch die Währungen anderer aufstrebender Länder Asiens gaben am Donnerstag weiter nach. In Indonesien fiel die heimische Währung auf den tiefsten Stand seit mehr als vier Jahren. Der thailändische Bath und der malaysische Ringgit sanken zum Dollar auf dreijährige Tiefstände.

Weitere Kursverluste gab es auch an den Aktienmärkten Südostasiens. Sie leiden ebenfalls unter der Sorge vor einer Drosselung der ultralockeren Geldpolitik in den USA. Hinzu kommen Bedenken wegen des sich abschwächenden Wirtschaftswachstums in der Region. Deshalb kommt es dort an vielen Märkten zu einem regelrechten Ausverkauf. Auch am Donnerstag verloren die Leitindizes der Börsen in Malaysia, Thailand und Indonesien jeweils mehr als ein Prozent.

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Der Leitindex der philippinischen Börse brach nach mehrtägiger Handelspause um knapp sechs Prozent ein. Dies war der größte prozentuale Tagesverlust seit Oktober 2008. Wegen eines Unwetters und eines Feiertages war dort in den vergangenen drei Tagen nicht gehandelt worden. Nun holten die Anleger die Verluste der anderen asiatischen Börsenplätze nach, sagte ein Börsianer.

Von

dpa

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