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21.08.2013

08:56 Uhr

Devisen

„Wir rechnen mit einer Überraschung“

Investoren warten gespannt auf das Fed-Sitzungsprotokoll. Analysten gehen von einer Überraschung für den Markt aus und zweifeln am Versprechen der Notenbank. Auch der Kurs der EZB sei nicht in Stein gemeißelt.

Spanische Ein-Euro-Münze. Sollte die Fed ihre Geldpolitik drosseln, könnte dies den Euro-Kurs belasten. dpa

Spanische Ein-Euro-Münze. Sollte die Fed ihre Geldpolitik drosseln, könnte dies den Euro-Kurs belasten.

TokioDie Spekulationen über den weiteren Kurs der US-Notenbank Fed haben den Dollar fest im Griff. Der Greenback notierte am Mittwoch zeitweise bei 1,3427 Dollar und lag damit in Reichweite seines am Dienstag erreichten Sechs-Monat-Hochs von 1,3453 Dollar.

Die Anleger dürften das am Abend zur Veröffentlichung anstehende Protokoll der letzten Notenbank-Sitzung auf weitere Hinweise absuchen, ob die Fed bereits nach der Sitzung im September mit der Reduzierung ihrer Wertpapierkäufe beginnen wird.

Geschichte des Euro

Anfänge

Das Ziel einer Währungsunion war bereits im EG-Vertrag verankert. Am 1. Januar 1999 ist es so weit: Der Euro wird gemeinsame Währung von elf Ländern. In Euro bezahlt werden kann per Scheck, Kredit- oder EC-Karte. Das alte Geld bleibt jedoch zunächst das allein gültige Zahlungsmittel. Wenige Tage später nehmen auch die Finanzmärkte den Handel mit Euro auf.

Euro-Zone

Zu den ersten Ländern, die den Euro einführten, gehörten Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien. Griechenland trat erst 2001 der Gemeinschaft bei, da es vorher nicht die Auflagen erfüllte. Großbritannien, Dänemark und Schweden verzichteten auf den Euro.

Bargeld

Am 1. Januar 2002 wird der Euro in zwölf Ländern gesetzliches Zahlungsmittel. Die D-Mark behält für zwei Monate ihr Gültigkeit, kann danach aber immer noch gegen Euro eingetauscht werden. Der Wechselkurs ist festgesetzt auf 1 Euro = 1,95583 D-Mark.

Neue Mitglieder

2004 werden zehn Länder in Mittel- und Osteuropa sowie im Mittelmeerraum neue EU-Mitglieder. Sie müssen die Gemeinschaftswährung übernehmen, sobald sie die Konvergenzkriterien erfüllen. Bis heute sind allerdings nur fünf weitere Staaten der Euro-Zone beigetreten, nämlich Slowenien, Malta, Zypern, Estland und die Slowakei. Damit gibt es insgesamt 17 Länder in Europa, in denen offiziell mit Euro bezahlt werden kann.

Höchststand

Ende August 2008 steigt der Euro zum ersten Mal über die psychologisch wichtige Marke von 1,50 US-Dollar. Sein bisheriges Allzeithoch von 1,5990 Dollar erreicht die Gemeinschaftswährung am 15. Juli, wobei der höchste je am Markt gehandelte Kurs sogar über 1,60 Dollar liegt.

Schuldenkrise

Im Frühjahr 2010 kommt Griechenland in immer größere Finanznöte und muss als erstes Euro-Land Milliardenhilfen beantragen. Damit nimmt eine Schuldenkrise ihren Lauf, in dessen Zuge weitere Länder, darunter Irland und Portugal, um Geldmittel bitten müssen. In der Öffentlichkeit wird heftig über einen möglichen Zusammenbruch der Euro-Zone spekuliert. Die Gemeinschaftswährung wertet kontinuierlich ab.

„Zuletzt zeigte der Markt doch eher Zweifel, ob die Käufe überhaupt bald reduziert werden könnten“, urteilte Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz. „Ähnlich wie bei der EZB (dort glaubt der Markt trotz des Versprechens der EZB nicht daran, dass die Zinsen wirklich länger auf dem niedrigen Niveau verharren werden) rechnen wir auch im Falle der Fed damit, dass der Markt letztlich überrascht wird.“

Beide Notenbanken dürften ihre signalisierten Wege einschlagen. Euro-Dollar-Kurse über 1,34 könnten dann schnell der Vergangenheit angehören, erklärte der Experte.

Von

rtr

Kommentare (4)

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gerhard43

21.08.2013, 09:08 Uhr

Seit wann hat der Dollar ein "Hoch", wenn der Kurs Euro/Dollar steigt?

aktionar

21.08.2013, 09:14 Uhr

Im Moment kann ich nur erkennen, dass die Indizes weltweit auf Talfahrt gehen, besonders im Mittelmeer Raum und eben in Asia.

Vieles deutet auf eine generelle abkühlung hin. Mal sehen,w as aus den Minenwerte wird.

Account gelöscht!

21.08.2013, 09:24 Uhr


Allenfalls ein marginale Reduzierung mit wässrigen Ausblick .
Ansonsten crashen paar Kursnotierungen. Wo ist jetzt da die Orakelüberraschung ?. Ihr seid mir so Vögel.

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