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21.12.2012

14:39 Uhr

Devisen

Yen profitiert von US-Haushaltsstreit

In den USA stecken die Etatverhandlungen fest. Solange der Streit zwischen Demokraten und Republikanern andauert, dürfte der Kurs des Yen als Risikoschutz gefragt bleiben. Der Dollar verlor zum Yen 0,3 Prozent.

Geldbörse mit Banknoten. Reuters

Geldbörse mit Banknoten.

FrankfurtDie festgefahrenen Verhandlungen im US-Haushaltstreit haben den Yen am Freitag als Risikoschutz gefragt gemacht. Der Dollar geriet gegenüber der japanischen Währung unter Druck und verlor 0,3 Prozent auf 84,10 Yen. Der Euro verlor 0,5 Prozent auf 111,14 Yen. In Washington hatten sich die Republikaner nicht auf eine gemeinsame Position im Etatstreit mit den Demokraten einigen können. Sollten die Parteien bis Jahresende keine Lösung finden, drohen Ausgabenkürzungen und das Ende von Steuererleichterungen, was die weltgrößte Volkswirtschaft nach Expertenmeinung in die Rezession stürzen könnte.

Der Kurs des Yen - neben dem Dollar die liquideste Währung der Welt - dürfte so lange als Risikoschutz gefragt bleiben, wie der Streit in den USA andauert. Händlern zufolge resultierte die Yen-Stärke auch daraus, dass Anleger sich im großen Umfang von Positionen trennten, mit denen sie auf fallende Kurse gesetzt hatten. Manche Investoren hatten darauf spekuliert, dass die Bank of Japan ihre Politik des billigen Geldes in der alten Woche noch weitaus stärker ausweiten würde. Eine lockere Geldpolitik setzt gewöhnlich die jeweilige Landeswährung unter Druck.

Von

rtr

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