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18.03.2014

17:18 Uhr

Devisen

ZEW-Index enttäuscht Euro-Anleger

Die europäische Gemeinschaftswährung steht unter Druck: Das ZEW-Konjunkturbarometer gibt zum dritten Mal in Folge ein negatives Signal aus. Auch die Krim-Krise hat weiterhin Auswirkungen auf die Wechselkurse.

Bei Anlegern besteht kein Bedarf, sich in Währungen zurückzuziehen, die als sichere Häfen gelten. dpa

Bei Anlegern besteht kein Bedarf, sich in Währungen zurückzuziehen, die als sichere Häfen gelten.

TokioDer Euro hat am Dienstag eine Berg- und Talfahrt hingelegt. Nach wie vor wird das Marktgeschehen durch die Krise auf der ukrainischen Halbinsel Krim bestimmt. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3905 US-Dollar, nachdem sie gegen Mittag bis auf 1,3941 Dollar gestiegen war. Auch am Vormittag war der Handel schwankungsanfällig. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs zur Mittagszeit auf 1,3902 (Montag: 1,3906) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7193 (0,7191) Euro.

Belastet wurde der Euro zunächst durch eine deutliche Stimmungsverschlechterung unter Finanzmarktprofis. Das Konjunkturbarometer des Mannheimer ZEW-Instituts trübte sich im März stark ein. „Die Krim-Krise belastet die Konjunkturaussichten für Deutschland“, kommentierte ZEW-Präsident Clemens Fuest. ING-Diba-Chefvolkswirt Carsten Brzeski sprach ebenfalls von trüberen Aussichten, die gegenwärtige Wirtschaftslage sei aber gut. Der entsprechende ZEW-Indikator stieg auf ein Zweieinhalbjahreshoch.

Gegen Mittag erholte sich der Euro spürbar. Händler verwiesen auf als moderat empfundene Äußerungen von Russlands Präsident Wladimir Putin. In einer Ansprache vor dem Parlament hatte Putin gesagt, Russland strebe keine Spaltung der Ukraine an. Zugleich rechtfertigte er den international strittigen Anschluss der Krim an Russland. Nur wenig später sorgten Meldungen über Spannungen auf der Halbinsel für wiederholten Druck auf den Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83830 (0,83675) britische Pfund, 141,10 (141,45) japanische Yen und 1,2162 (1,2154) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1355,75 (1378,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30 960,00 (31 400,00) Euro.

Von

dpa

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