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17.08.2016

14:31 Uhr

Devisen

Zinsspekulationen schieben Dollar an

US-Währungshüter William Dudley hat eine Zinserhöhung im September ins Gespräch gebracht. Seine Aussagen haben den US-Dollar am Mittwoch gestärkt. Der Euro gab im Gegenzug seine Kursgewinne ab.

Die jüngsten Zinsspekulationen haben die US-Währung angeschoben. dpa

US-Dollar

Die jüngsten Zinsspekulationen haben die US-Währung angeschoben.

FrankfurtZinsspekulationen haben den US-Dollar am Mittwoch gestärkt. Der Dollar-Index, der den Kurs des Greenbacks zu anderen wichtigen Währungen widerspiegelt, kletterte um 0,3 Prozent auf 95,025 Punkte. Der Euro gab im Gegenzug seine Kursgewinne ab und fiel auf 1,1261 Dollar zurück. Zuvor hatte er bei 1,1323 Dollar seinen höchsten Stand seit Mitte Juni erreicht.

Der US-Währungshüter William Dudley hatte eine Zinserhöhung im September ins Gespräch gebracht. Der Präsident der Fed von Atlanta, Dennis Lockhart, betonte, die US-Wirtschaft sei stark genug für mindestens zwei Zinserhöhungen in diesem Jahr.

Analysten sehen dennoch keine allgemeine Trendumkehr beim Dollar. „Hinweise auf geldpolitische Straffungen der Fed können den Dollar kurzfristig treiben, aber sie reichen nicht aus, um einen Aufwärtstrend auszulösen“, sagte Junichi Ishikawa vom Handelshaus IG Securities in Tokio. Denn immer noch rechneten Marktteilnehmer mit maximal zwei Zinsschritten in diesem Jahr, während Ende 2015 die Mehrzahl noch von bis zu vier ausgegangen sei.

Trübe Konjunkturdaten hatten die Erwartungen an eine baldige Zinsanhebung in den USA zuletzt gedämpft und die US-Devise unter Druck gesetzt. Seit Jahresbeginn hat der Dollar-Index rund vier Prozent verloren. Frische Hinweise auf die Geldpolitik dürften die am Abend nach Handelsschluss in Europa erwarteten Protokolle der letzten Sitzung der US-Notenbank Fed im Juli liefern.

Von

rtr

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