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10.05.2013

17:31 Uhr

Devisenbericht

Euro fällt zum Dollar auf Zwei-Wochen-Tief

Nach den deutlichen Verlusten vom Donnerstag haben Zahlen vom US-Arbeitsmarkt den Euro am Freitag weiter gedrückt. Zuletzt fiel die Gemeinschaftswährung auf 1,3004 Dollar zurück. Fällt heute noch die 1,30-Dollar-Marke?

Eine Ein-Euro-Münze: Die Währung ist unter 1,31 US-Dollar gefallen. ap

Eine Ein-Euro-Münze: Die Währung ist unter 1,31 US-Dollar gefallen.

FrankfurtDer Euro hat am Freitagnachmittag seine Talfahrt beschleunigt und ist zum Dollar auf den niedrigsten Stand seit zwei Wochen gefallen. Die Gemeinschaftswährung notierte bei 1,2956 Dollar nach 1,3043 Dollar am Vorabend in New York. „Es ist eher eine Dollar-Stärke als eine Euro-Schwäche“, sagte ein Händler in Frankfurt. Offenbar seien einige Anleger auf dem falschen Fuß erwischt worden, die angenommen hätten, dass es nicht deutlich unter die Marke von 1,30 Dollar gehen werde. Zudem würden manche Investoren ihre Positionen im Euro vor dem Wochenende lieber glattstellen.

Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen bezweifelt allerdings, dass die Rally beim Dollar lange anhält. „Zwar verringert jede gute Zahl vom Arbeitsmarkt die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed noch expansiver wird.“ Solange sich die Erholung des Arbeitsmarktes aber nicht soweit beschleunige, dass sich ein Zurückfahren der quantitativen Lockerungen abzeichne, dürfte die große Wende für den Greenback vorerst ausbleiben, schreibt die Expertin in einem Kommentar.

Der Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, will seine lockere Geldpolitik erst dann zurückfahren, wenn die Arbeitslosenquote auf 6,5 Prozent gefallen ist. Und das dürfte noch eine Weile dauern – im April lag sie bei 7,5 Prozent.

Der Dollar konnte auch gegenüber anderen Währungen zulegen: Der entsprechende Index kletterte um 0,6 Prozent, zum Yen legte der Greenback auf bis zu 101,75 Yen zu. Zuletzt hatten überraschend gute Daten vom US-Arbeitsmarkt der US-Devise Auftrieb gegeben.

Von

rtr

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