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05.01.2009

18:33 Uhr

Devisenbericht

Euro gibt deutlich zum Dollar nach

Der Euro hat zum Start der neuen Handelswoche mehr als drei US-Cent nachgegeben. Am Nachmittag notierte er bei rund 1,36 Dollar. Verkaufsdruck für den Euro brachte die Aussicht, dass die Geldpolitik im Euroraum abermals gelockert wird.

FRANKFURT. EZB-Vizepräsident Lucas Papademos erklärte, eine weiter abnehmende Inflation könnte neue Leitzins-Senkungen rechtfertigen. Die Konjunktur im Euroraum werde 2009 voraussichtlich schwach bleiben. Im ersten Halbjahr könnte die Wirtschaftskraft sogar zurückgehen. Nach Ansicht der japanischen Mizuho Corporate Bank hinkt die EZB im internationalen Zinszyklus hinterher und wird um neue Zinssenkungen nicht herumkommen. Dollar-Käufe basierten am Montag auch auf der Hoffnung, dass die Finanzhilfen des Kabinetts Obama der US-Wirtschaft aus der Rezession helfen werden (siehe Anleihen).

Das Pfund Sterling legte 2,1 Prozent zum Euro zu auf 93,70 Pence. Devisenhändler spekulieren, dass die britische Regierung Garantien für forderungsbesicherte Wertpapiere geben wird, um die Kreditklemme zu lockern. Hans-Günter Redeker von der französischen Bank BNP Paribas sieht die britische Währung bis Jahresende auf 84 Pence je Euro ansteigen. Im Dezember hatten verschiedene Analysten vorhergesagt, dass Pfund steuere auf eine Wechselkurs-Parität zum Euro zu.

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