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04.12.2012

17:17 Uhr

Devisenbericht

Euro knackt 1,31 Dollar-Marke

Am Vortag erreichte die Gemeinschaftswährung ein neues Monatshoch, heute legte der Euro sogar noch weiter zu. Am Nachmittag erreichte die Währung zeitweise 1,3107 Dollar und damit ein Sechs-Wochenhoch.

Eine Ein-Euro-Münze. AFP

Eine Ein-Euro-Münze.

FrankfurtDer Euro hat am Dienstag mit der Hoffnung auf Fortschritte im Kampf gegen die Euro-Schuldenkrise die Marke von 1,31 US-Dollar geknackt und ein Sechs-Wochenhoch erreicht. Im Nachmittagshandel erreichte die Gemeinschaftswährung zeitweise 1,3107 Dollar und damit den höchsten Stand seit dem 18. Oktober. Im weiteren Handel rutschte der Euro wieder ein Stück weit zurück und stand zuletzt bei 1,3090 Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3092 (Montag: 1,3057) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7638 (0,7659) Euro.

Einen Tag nach dem Startschuss für einen milliardenschweren Schuldenrückkauf Griechenlands zeigten sich Experten zuversichtlich. „Allseits schwirren Empfehlungen zur Teilnahme am Umtausch herum, allseits besteht Konsens, dass der Umtausch gelingt“, fasste Devisenexperte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank die jüngsten Äußerungen zusammen. Gläubiger des hochverschuldeten Eurolandes können ihre Staatsanleihen für etwa ein Drittel des ursprünglichen Werts zurückgeben.

Auch der Chefanalyst der Bremer Landesbank, Folker Hellmeyer, zeigte sich mit Blick auf das Kaufprogramm griechischer Staatsanleihen optimistisch. Er schätzte die Wahrscheinlichkeit eines Erfolgs der Aktion als hoch ein. Noch bis Freitag läuft das Kaufangebot aus Athen. Bei einem erfolgreichen Abschluss gehen Experten davon aus, dass Griechenland seinen Schuldenberg um etwa 20 Milliarden Euro senken kann.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,81230 (0,81210) britische Pfund, 107,28 (107,36) japanische Yen und 1,2136 (1,2087) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1697,75 (1720,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 41 240,00 (41 960,00) Euro.

Am Rentenmarkt war Sicherheit nicht mehr so stark gefragt wie zuvor. Der Bund-Future notierte mit 142,59 Zählern magere acht Ticks höher, während die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe mit etwa 1,41 Prozent kaum verändert war. Auch die entsprechenden spanischen und italienischen Anleihen verharrten auf ihren am Vortag erreichten Ständen. "Die Risikoaufschläge für die hoch verschuldeten südeuropäischen Länder sinken kontinuierlich, da die Anleger Vertrauen in die Lösung der Schuldenkrise gefasst haben", erklärte ein Börsianer.

Am Vortag hatte die Zuversicht über einen Erfolg des bis zum 7. Dezember laufenden griechischen Anleiherückkaufprogramms vor allem auch den spanischen und italienischen Anleihen neuen Schub gegeben. Die Kurse der griechischen Anleihen, die am Vortag zeitweise mehr als drei Punkte über verschiedene Laufzeiten zugelegt hatten, gaben gemessen an den Gewinnen vom Vortag nur wenig nach - weniger als einen halben Punkt. Die zehnjährigen Titel rentierten mit 15,02 Prozent etwas höher als am Vortag mit 14,84 Prozent.

Die Zinssenkung der australischen Notenbank machte der Landeswährung derweil kaum zu schaffen. Der australische Dollar kostete 1,0471 US-Dollar, nach 1,0419 US-Dollar kurz vor Bekanntgabe der Entscheidung. Die Zinssenkung um 25 Basispunkte auf drei Prozent sei erwartet worden, erklärte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. Allerdings habe die Notenbank in ihrem begleitenden Statement keine Hinweise auf weitere Zinssenkungen geliefert. Das habe einige Anleger enttäuscht.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

04.12.2012, 14:20 Uhr

Joa, künstliche Eingriffe, Casinohandel und Propaganda hoch 10. Zeitgleich mal BankAktien ansehen und sorry....wenn die Commerzbank gewinnt und das fast immer mit dem Euro, dann muss eigentlich jeder Trottel wissen, das hier etwas ganz gewaltig am faulen ist.

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