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17.02.2011

17:32 Uhr

Devisenbericht

Euro kreist um 1,36-Dollar-Marke

Der Euro ist am Donnerstag nur zeitweise über die Marke von 1,36 Dollar gestiegen.

Euro vs. Dollar: Der Greenback ist nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA unter Druck geraten. Quelle: Reuters

Euro vs. Dollar: Der Greenback ist nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA unter Druck geraten.

Frankfurt am MainDer Euro hat sich am Donnerstag bei der Marke von 1,36 Dollar stabilisiert. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am späten Nachmittag 1,3609 Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,3560 (Mittwoch: 1,3507) Dollar festgesetzt. Ein Dollar war damit 0,7375 (0,7403) Euro wert.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84090 (0,84190) britische Pfund, 113,39 (113,12) japanische Yen und 1,2973 (1,3073) Schweizer Franken festgelegt. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1379,00 (1371,25) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete wie am Vortag 32100,00 Euro.

"Die Lage für den Euro hat sich etwas entspannt", sagte Ulrich Wortberg, Devisenexperte bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Die jüngste Korrekturphase des Euro mit dem Tiefpunkt am Montag knapp über 1,34 Dollar könnte damit abgeschlossen werden. Entscheidend für die jüngste Erholung des Euro seien Konjunkturdaten aus den USA. Diese seien insgesamt vergleichsweise robust ausgefallen. Bei geringem Inflationsdruck seien die Perspektiven für die Industrie weiterhin günstig.

Nach dem kräftigen Anstieg der Erzeugerpreise in den Vereinigten Staaten habe der Markt wohl einen deutlicheren Anstieg der Verbraucherpreise im Januar erwartet, sagte Wortberg. Dieser Schub sei aber ausgeblieben. Dies habe Spekulationen über eine Wende der US-Geldpolitik gedämpft. Angesichts der geringen Inflation und der nach wie vor angespannten Lage am US-Arbeitsmarkt dürfte die US-Notenbank ihre expansive Geldpolitik fortsetzen.

"Die US-Verbraucherpreise waren im Januar zwar etwas stärker als erwartet gestiegen, an der Inflationsfront ist allerdings schon sehr viel eingepreist", sagte Analyst Mario Mattera vom Bankhaus Metzler. "Der Euro-Dollar-Wechselkurs bewegt sich derzeit eher seitwärts, technisch betrachtet sieht es dagegen nach einem weiteren Anstieg aus." Der Konjunkturindex der US-Notenbank von Philadelphia war im Februar weitaus deutlicher als erwartet gestiegen. Zugleich blieben die vom Forschungsinstitut Conference Board ermittelten US-Frühindikatoren hinter den Erwartungen zurück.

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