Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.01.2007

15:30 Uhr

Devisenhandel

Britisches Pfund auf Zweieinhalb-Jahres-Hoch

Zum Abschluss der Börsenwoche hat sich der Kurs des Euro am Freitag kaum bewegt. Die Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag mit 1,2956 Dollar fast genauso viel wie beim Handelsschluss in New York am Vortag.

HB FRANKFURT. Das Pfund Sterling setzte dagegen seinen Höhenflug fort und kletterte nach unerwartet starken britischen Konjunkturdaten zeitweise auf ein Zweieinhalb-Jahres-Hoch zum Euro. „Die Inflationssorgen der Bank von England werden voraussichtlich zunehmen“, kommentierte Volkswirtin Audrey Childe-Freeman von CIBC World Markets. „Dies macht eine weitere Zinserhöhung, voraussichtlich im Februar, sehr wahrscheinlich.“ Der Anstieg der britischen Einzelhandelsumsätze fiel im Dezember mit 1,1 Prozent zum Vormonat doppelt so hoch aus wie erwartet. Die Notenbank hatte die Finanzmärkte vergangene Woche mit einer Anhebung des Leitzinses auf 5,25 Prozent überrascht. Als Reaktion auf die britischen Konjunkturdaten kletterte das Pfund am Freitag auf bis zu 1,5234 Euro und verteuerte sich auf 1,9737 Dollar.

Beim Euro/Dollar-Kurs erwarteten Börsianer vor dem Wochenende keine großen Schwankungen. Der von der EZB ermittelte den Referenzkurs legte am Freitag leicht auf 1,2958 (1,2922) Dollar zu. Im Referenzkursverfahren EuroFX wurde der Kurs des Euro mit 1,2958 (Donnerstag 1,2937) Dollar festgelegt. YEN NACH BOJ-ZINSENTSCHEID WEITER SCHWACH

Am Tag nach der Entscheidung der Bank von Japan (BoJ), den Leitzins unverändert bei 0,25 Prozent zu belassen, verharrte der Yen nahe seines Vier-Jahres-Tiefs zum Dollar. Die US-Währung kostete 121,29 Yen. „Die Unsicherheit über die Entwicklung des Konsums und das politische Umfeld machen es für die BoJ schwierig, die Zinsen anzuheben“, sagte Chris Turner, Chef-Devisenstratege bei ING. Bevor die Konjunktur nicht deutlich anziehe, werde der Yen schwach bleiben. Als weiteren Belastungsfaktor für den Yen nannten Börsianer die so genannten Carry Trades. Dabei nutzen Anleger Zinsdifferenzen. Sie nehmen Kredite in niedrig verzinsten Währungen auf und investieren das Geld in höher verzinsten Währungen. Die Zinsdifferenz liegt derzeit zur Euro-Zone bei 3,25 und zu den USA bei fünf Prozentpunkten.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×