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31.05.2012

18:15 Uhr

Devisenhandel

Euro kann freien Fall vorerst stoppen

Der Euro ist am Donnerstag knapp über seinem 22-Monatstief aus dem Handel gegangen und konnte damit die Talfahrt der letzten Tage vorerst beenden. Doch von einer Erholung ist die Gemeinschaftswährung noch weit entfernt.

Die nächste Hiobsbotschaft könnte den Kurs des euro noch weiter nach unten drücken. dpa

Die nächste Hiobsbotschaft könnte den Kurs des euro noch weiter nach unten drücken.

FrankfurtDer Euro hat die rasante Talfahrt der vergangenen Handelstage am Donnerstag vorerst etwas abgebremst. Für eine nennenswerter Erholung habe es nicht gereicht, hieß es von Experten und sie warnten vor weiteren Kursverlusten im Zuge der Euro-Schuldenkrise. Am frühen Morgen startete die Gemeinschaftswährung noch mit einem 22-Monatstief bei 1,2356 US-Dollar in den Handel, erholte sich nur zeitweise auf ein Tageshoch bei 1,2428 Dollar und stand zuletzt bei 1,2382 Dollar. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,2403 (Mittwoch: 1,2438) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8063 (0,8040) Euro.

Nach panikartigen Verkäufen vom Vortag im Zuge der jüngsten Zuspitzung der spanischen Bankenkrise „hat sich die Lage für den Euro trotz der leichten Erholungstendenzen nicht wirklich verbessert“, kommentierte Expertin Viola Julien von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) den Handelsverlauf. Beim Kurs der Gemeinschaftswährung könne weiterhin nicht von einer Bodenbildung die Rede sein und Expertin Julien sprach von einem nach wie vor sehr nervösen Handel am Devisenmarkt.

Eine neue Enttäuschung könnte den Kurs des Euro weiter nach unten treiben, warnte Expertin Julien. Die Anleger reagieren derzeit „unheimlich sensibel“ auf Konjunkturmeldungen und auf Nachrichten rund um die Schuldenkrise. Am Freitag dürften Investoren daher gespannt die Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichts in den USA verfolgen. Zudem werde jetzt schon eine für die kommenden Woche geplante Versteigerung spanischer Staatsanleihen mit Sorge vor einer möglichen Enttäuschung erwartet, sagte die Helaba-Expertin.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,79990 (0,79775) britische Pfund, 97,66 (98,38) japanische Yen und 1,2010 (1,2010) Schweizer Franken fest. In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1.558,00 (Vortag:1.540,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 39.920,00 Euro (39.350,00 Euro Euro).

Von

dpa

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