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17.03.2011

11:20 Uhr

Devisenhandel

Euro schafft den Sprung über 1,40 Dollar

Die Ereignisse in Japan werfen den Devisenmarkt durcheinander. Der Yen schwankt stark. Der Euro steigt auf ein Vier-Monats-Hoch und knackt die Marke von 1,40 US-Dollar.

Euro und Dollar liegen aktuell in einer "Wohlfühlzone", schreibt die Commerzbank. Quelle: ap

Euro und Dollar liegen aktuell in einer "Wohlfühlzone", schreibt die Commerzbank.

DüsseldorfDank der positiv aufgenommenen Emission spanischer Staatsanleihen hat der Euro am Donnerstag die psychologisch wichtige Marke von 1,40 Dollar übersprungen. Er kletterte auf ein Vier-Monats-Hoch von 1,4052 Dollar und lag damit gut einen US-Cent höher als zum New Yorker Vortagesschluss. Zinsstratege Peter Chatwell von der Credit Agricole bezeichnete die Platzierung als solide. Die starke Nachfrage demonstriere den anhaltenden Appetit auf höherverzinste Euro-Staatspapiere. Sein Kollege Marc Ostwald von Monument Securities lobte die Zeichnungsquote als „ermutigend“.

Hinter den Ereignissen in Japan, wo erneut Versuche zur Kühlung der heiß gelaufenen Reaktoren des Atomkraftwerks Fukushima gestartet wurden, dürften Konjunkturdaten am Donnerstag zurückstehen: Erwartet werden am Nachmittag (13:30 Uhr MEZ) US-Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe in der Vorwoche sowie zu den Verbraucherpreisen im Februar. Da das Hauptaugenmerk der Federal Reserve auf der Kerninflation liege und von dieser Seite bei den Verbraucherpreisen keine Überraschung zu erwarten sei, gebe es aus fundamentaler Sicht keinen Grund für den Euro, die Wohlfühlzone zu verlassen, erklärten die Commerzbank-Analysten.

Im Vergleich zum japanischen Yen fiel der Euro im Tagesverlauf deutlich zurück. In der Spitze kostete ein Euro nur noch 107,50 Yen. Später setzte - parallel zur Entwicklung im Yen/Dollar-Verhältnis - aber eine starke Gegenbewegung ein. Am Morgen lag der Euro bei 110,37 Yen sogar im Plus. Grund für die Wende beim Yen waren Spekulationen über eine Intervention der japanischen Notenbank am Devisenmarkt.

Zum US-Dollar war der Yen zeitweise vier Prozent gestiegen und hatte mit rund 77 Yen je Dollar einen Rekordstand markiert.

Der Bund-Future gab nach seinen kräftigen Kursgewinnen der vergangenen beiden Tage 26 Ticks auf 123,40 Punkte nach.

Von

rtr

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