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25.05.2012

18:35 Uhr

Devisenhandel

Euro verweilt auf niedrigem Niveau

Die Unsicherheit innerhalb der Währungsunion drückt weiter auf den Euro-Kurs. Der Kurs gab nach auf unter 1,25 Dollar. Indes wird Anlegern die Rendite bei Bundesanleihen zu niedrig.

Die Investoren halten sich zurück. dapd

Die Investoren halten sich zurück.

FrankfurtDer Euro hat eine turbulente Handelswoche am Freitag mit weiteren Verlusten beendet. Im Tief sank die Gemeinschaftswährung zum Wochenausklang auf 1,2495 US-Dollar und damit erstmals seit nahezu zwei Jahren unter die Marke von 1,25 Dollar. Bis zum späten Nachmittag erholte sich der Euro leicht auf 1,2520 Dollar. Dennoch hat er seit Wochenbeginn kräftig um drei Cent abgewertet. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Euro-Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,2546 (Donnerstag: 1,2557) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7971 (0,7964) Euro.

Am Devisenmarkt gibt es nach wie vor nur ein Thema: die Euro-Schuldenkrise. Insbesondere die drohende Eskalation in Griechenland, wo nach den Neuwahlen Mitte Juni eine Staatspleite mit möglichem Euro-Austritt droht, setzt den Euro stark unter Druck. Aber Athen ist nicht der einzige Brandherd im Währungsraum. So kamen zum Wochenausklang abermals ungünstige Nachrichten aus Spanien hinzu: Dort forderte der Präsident der wirtschaftsstarken Region Katalonien von der Zentralregierung abermals finanzielle Unterstützung. Viele der 17 autonomen Regionen Spaniens leiden wie auch der Zentralstaat unter einer sehr angespannten Haushaltslage.

Dabei hatte sich der Euro bis zum Freitagmittag sogar bis auf 1,26 Dollar erholen können. Die bessere Stimmung zeigte sich zeitweise auch an den Anleihemärkten krisengeschwächter Länder. In wichtigen Kernländern wie Frankreich setzte sich der Trend sinkender Renditen unterdessen fort. In Frankreich sank die Rendite für zehnjährige Staatstitel sogar auf ein Rekordtief. Experten erklärten die Entwicklung mit der Suche vieler Anleger nach Rendite: Weil das Zinsniveau in Deutschland derzeit so niedrig wie noch nie zuvor ist, sehen sich viele Investoren zusehends gezwungen, auf Kernländer mit geringerer Bonität auszuweichen, hieß es bei der Commerzbank.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,80030 (0,80095) britische Pfund, 99,80 (99,75) japanische Yen und 1,2014 (1,2010) Schweizer Franken fest. In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1569,50 (Vortag: 1568,50) gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 39 270,00 (39 220,00) Euro.



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dpa

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