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31.08.2011

18:03 Uhr

Devisenhandel

Eurokurs fällt durch US-Konjunkturdaten

Gute Konjunkturdaten aus den USA haben den Dollar gestärkt. Währungshändler bleiben aber verhalten, weil in den nächsten Tagen weitere Daten folgen werden.

US-Konjunkturwerte fielen besser aus als erwartet - der Eurokurs fiel. dpa

US-Konjunkturwerte fielen besser aus als erwartet - der Eurokurs fiel.

FrankfurtDer Kurs des Euro ist im Nachmittagshandel nach der Veröffentlichung robuster US-Konjunkturdaten gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1,4405 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag noch auf 1,4450 (Dienstag: 1,4402) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,6920 (0,6944) Euro.

Die am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten fielen besser als erwartet aus. So stiegen die Auftragseingänge in der Industrie im August um 2,4 Prozent zum Vormonat, während Volkswirte zuvor lediglich mit einem Anstieg von 2,0 Prozent gerechnet hatten. Auch ein regionaler Frühindikator für die Region Chicago trübte sich weniger als erwartet ein. „Die Daten deuten darauf hin, dass sich die US-Wirtschaft doch ganz gut hält“, sagte Stephan Rieke, Devisenexperte von der BHF-Bank. Die Daten signalisierten nicht - wie zuletzt noch von einigen befürchtet - einen Rückfall in die Rezession.

„Insgesamt sind die Ausschläge am Devisenmarkt jedoch verhalten“, sagte Rieke. „Der Markt wartet zunächst noch ab, da in den kommenden Tagen noch wichtige US-Konjunkturdaten anstehen.“ So steht am Freitag der wichtige Arbeitsmarktbericht für den Monat August auf dem Kalender. Rieke erwartet zudem, dass die Schuldenkrise in der Eurozone wieder verstärkt in den Fokus geraten dürfte. So stehen in den kommenden Wochen wichtige Anleihenemissionen in Italien und Spanien an.

Auch die Beteiligung privater Gläubiger beim griechischen Rettungspaket ist noch nicht endgültig geregelt und die Parlamente der Eurozone müssen noch die Erweiterung des Rettungsmechanismus EFSF beschließen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88560 (0,88365) britische Pfund, 110,55 (110,55) japanische Yen und 1,1670 (1,1835) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1813,50 (1825,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 39 990,00 (40 110,00) Euro.

Von

dpa

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