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21.01.2009

16:17 Uhr

Devisenhandel

Pfund sackt weiter ab

Die Sorge vor einem Kollaps des Finanzsystems haben das britische Pfund weiter unter Druck gesetzt. Zum US-Dollar fiel das Pfund auf den niedrigsten Stand seit siebeneinhalb Jahren. Der Euro pendelt sich im Vergleich zur US-Währung hingegen unterhalb von 1,30 Dollar ein.

HB FRANKFURT. Die andauernde Krise in der Finanzwirtschaft hat am Mittwoch vor allem dem britischen Pfund weiter zugesetzt. Der Euro behauptete sich dagegen am Nachmittag über 1,29 Dollar, nachdem er zeitweise bis auf 1,2850 Dollar abgerutscht war. Händler sprachen von einem nervösen Geschäft. "Die Bankenkrise bestimmt weiter die Entwicklung an den Märkten", fasste Volker Weber, Devisenhändler bei MM Warburg, zusammen.

Das Pfund Sterling sackte zeitweise bis auf ein neues 7-1/2-Jahres-Tief von 1,3716 Dollar nach 1,3915 Dollar am Vorabend ab. "Das Pfund Sterling und die Banken in Großbritannien sind an den Devisenmärkten das alles beherrschende Thema", sagte Adarsh Sinha, Währungsstratege bei Barclays Capital. Anderen Banken ginge es zwar nicht viel besser. "Aber das Pfund ist ein leichtes Ziel, da es anders als der Dollar oder der Euro keine Reservewährung ist und damit anfälliger für Probleme."

Auch Spekulationen auf weiter sinkende Zinsen drückten das Pfund. Das Protokoll der Januar-Sitzung der Bank of England (BoE) zeigte, dass die Notenbanker mit acht zu eins für die Zinssenkung von 50 Basispunkten auf das Rekordtief von 1,5 Prozent gestimmt hatten. Ein Notenbanker hatte gar eine Senkung um 100 Basispunkte gefordert. "Ich vermute, dass die BoE die Zinsen im Februar weiter senken wird", sagte ein Händler.

Im Referenzkursverfahren der Banken (EuroFX) stieg der Euro zum Pfund auf 93,92 Pence von 93,05 Pence am Vortag. Zum Dollar gab der Euro aber auf 1,2923 (1,2960) Dollar nach. Die EZB legte den Referenzwert mit 1,2910 (1,2930) Dollar fest.

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