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24.01.2014

16:58 Uhr

Devisenkontrollen gelockert

Dollar soll Argentiniens Krise lindern

Argentinien hat seine Devisenkontrollen gelockert. Die Regierung reagiert damit auf den Kurssturz des Peso. Experten gehen davon aus, dass das Land sein Inflationsproblem nicht so bald in den Griff bekommt.

In Argentinien gelten künftig niedrigere Steuersätze für Dollarkäufe. dapd

In Argentinien gelten künftig niedrigere Steuersätze für Dollarkäufe.

Das von galoppierender Inflation geplagte Argentinien greift zum Dollar als Stabilitätsanker. Die Regierung lockerte am Freitag die seit Jahren geltenden strengen Devisenkontrollen. Künftig gelten niedrigere Steuersätze für Dollarkäufe. Zugleich sollen Sparer Guthaben in der US-Währung halten dürfen. Das Land hatte mit den Devisenkontrolle die Kapitalflucht aus der drittgrößten Volkswirtschaft Lateinamerikas gebremst.

Nun steuerte die Regierung wegen der Folgen der Schwindsucht der Landeswährung Peso um: In der Kornkammer Südamerikas horten viele Bauern ihre Weizen- oder Sojabohnenernte, weil sie das Vertrauen in den Peso verloren haben. Sie fürchten, dass die hohe Inflation ihre Gewinne auffrisst. In der Folge verringerten sich auch die in Dollar abgerechneten Ausfuhrerlöse des Landes – dem weltweit führenden Exporteur von Sojaöl.

Die Notenbank hatte es in dieser Woche aufgegeben, den Peso mit Eingriffen in den Markt zu stützen. Hintergrund sind die stark abgeschmolzenen Devisenreserven der Währungshüter. Das Umschwenken der Notenbank löste einen Kurssturz aus. Am Donnerstag verbuchte der Peso zeitweise den größten Tagesverlust seit der Staatspleite von 2002. Nach der Entscheidung der Regierung gab die Landeswährung am Freitag weiter nach. An den Märkten wurde die Maßnahme der Regierung in Buenos Aires mit Erleichterung aufgenommen.

Dennoch dürfte das Land das Inflationsproblem so bald nicht in den Griff bekommen, wie Experten meinen. „Es fehlt eine stimmige Politik zur Bekämpfung der starken Teuerung“, so Ignacio Labaqui von Medley Global Advisors. Das Land müsse sich auch stärker für ausländische Investoren öffnen. Diese sehen das von Präsidentin Cristina Kirchner geführte Land, in dem die Teuerung dieses Jahr wohl auf 30 Prozent steigen dürfte, allerdings als Risikostandort.

Kommentare (1)

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27.01.2014, 20:16 Uhr

President Kirchner (by the way a beautiful women) should end this since 2002 ongoing HORROR-Default and solve the holdout problem NOW!

President Obama and the IMF should help and talk to President Kirchner to end Argentina's Horror-Default.

Most of the Holdouts are "before default buyer", who have bought their bonds at an average of 100% or even higher.


A reconciliation with the holdouts would improve Argentina’s ratings; initiate a firework of investments and also cheaper credits for argentine companies.

If Argentina and the holdouts made NOW A BINDING AGREEMENT with respect to the “time after” (end of the “Rights Upon Future Offers (RUFO) clause in December 2014), seizure risks and a technical Default would be immediately averted. Argentina could immediately return to the capital market and thus Argentina could refinance the payments to the holdouts, without using reserves.


Holdouts want a simple, clear, secure and an ACCEPTABLE solution.

Holdouts DO NOT want such exotic financial constructs, as they were the swap conditions in 2005 and 2010, with an exorbitant Haircut, with many new bonds, with only Discount bonds above $50000, GDP Warrants etc., and with maturities in the eternity. Such “shares like” financial constructs are inacceptable.

A swap from the defaulted old bonds to new bonds is unacceptable also for tax reasons. In Germany, for example, if you would accept a swap, then you would have to pay for the new bonds 30% extra tax…

Following simple conditions might be acceptable for the Holdouts on the basis of the old bonds.(Without swapping from old to new bonds, also because of tax reason)

- at the latest, on 01/01/2015 (end of RUFO clause) Argentina should repay in CASH 100% of the nominal value of the defaulted bonds, which became due before 2015.

- For the accrued interest between 2002-2015´Argentina should emit new bonds with 50% discount, and with a maturity of 5 years.

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