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21.05.2014

19:10 Uhr

Devisenmärkte

Euro fällt unter 1,37 US-Dollar

Der Eurokurs leidet unter der erwarteten Leitzins-Senkungen der EZB. Die Aussicht auf noch niedrigere Zinsen lässt die Gemeinschaftswährung weniger lukrativ erscheinen. Tagesgewinner war dagegen das britische Pfund.

In den vergangenen Tagen hatte sich die Stimmung an den Finanzmärkten vieler Euroländer spürbar eingetrübt, weil eurokritische Parteien Umfragen zufolge deutliche Stimmengewinne einstreichen dürften. dpa

In den vergangenen Tagen hatte sich die Stimmung an den Finanzmärkten vieler Euroländer spürbar eingetrübt, weil eurokritische Parteien Umfragen zufolge deutliche Stimmengewinne einstreichen dürften.

FrankfurtDer Euro hat am Mittwoch nachgegeben. Im Tief fiel die Gemeinschaftswährung auf 1,3652 US-Dollar. Damit kostete sie einen halben Cent weniger als am Morgen. Bis zum späten Nachmittag erholte sie sich nur leicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3676 (Dienstag: 1,3702) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7312 (0,7298) Euro.

Starke Impulse blieben zur Wochenmitte aus, entscheidende Konjunkturdaten standen nicht an. Dass der Euro seit etwa zwei Wochen zur Schwäche neigt, erklären die meisten Beobachter mit der Geldpolitik. Es wird erwartet, dass die EZB auf ihrer Sitzung Anfang Juni ihre Leitzinsen weiter senkt. Das belastet den Euro, weil die Aussicht auf noch niedrigere Zinsen die europäische Währung in den Augen von Anlegern weniger lukrativ erscheinen lässt.

Tagesgewinner unter den großen Währungen war zur Wochenmitte das britische Pfund. Ausschlaggebend waren robuste Zahlen vom Einzelhandel und Hinweise auf eine straffere Geldpolitik. Aus dem Protokoll zur jüngsten Zinssitzung der Bank of England geht hervor, dass die Neigung zu Zinsanhebungen zunimmt. Weil dann auch die Zinsen auf britische Geldanlagen steigen dürften, greifen Investoren beim Pfund zu. Mit einer ersten Zinsanhebung nach der Krise rechnen die meisten Analysten aber erst im kommenden Jahr.

Die am Donnerstag in einigen Ländern beginnenden Europawahlen werfen unterdessen ihre Schatten voraus. In den vergangenen Tagen hatte sich die Stimmung an den Finanzmärkten vieler Euroländer spürbar eingetrübt, weil eurokritische Parteien Umfragen zufolge deutliche Stimmengewinne einstreichen dürften. In einigen Ländern wie Frankreich, den Niederlanden oder Griechenland könnte dies die Regierungen schwächen, argumentierten Beobachter. Am Mittwoch war die Stimmung an den meisten Märkten jedoch etwas besser.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,80940 (0,81400) britische Pfund, 138,18 (138,88) japanische Yen und 1,2216 (1,2223) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1287,25 (1295,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 29.790,00 (29.830,00) Euro.

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dpa

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