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11.04.2013

11:51 Uhr

Devisenmarkt

„Das ist eine ziemliche Überraschung“

Der Yen drohte unter die 100-Dollar-Marke zu fallen. Doch der Kurs dreht und der Yen legt gegenüber dem Dollar sogar zu. Händler machen dafür eine Überraschung am Anleihemarkt verantwortlich.

Eine Dollar-Yen-Kurstafel in Tokio. Der Yen wertet immer weiter ab. dpa

Eine Dollar-Yen-Kurstafel in Tokio. Der Yen wertet immer weiter ab.

Sydney/TokioDer Euro war am Donnerstag etwas fester zum Dollar. Für einen Euro mussten 1,3077 Dollar gezahlt werden, 0,1 Prozent mehr als am Vortag.

Der Yen stoppte eine Abwärtsbewegung, welche die japanische Währung fast bis auf die Marke von 100 Yen je Dollar gedrückt hatte. Nach Verlusten auf bis zu 99,78 Yen je Dollar im Devisenhandel in der Nacht auf Donnerstag gewann die japanische Währung zum Dollar in der Spitze 0,4 Prozent und notierte zuletzt bei 99,65 Yen 0,1 Prozent höher. Gegenüber dem Euro war japanische Devise 0,1 Prozent fester bei 130,28 Yen je Euro. Rückenwind erhielt der Yen von einem technischen Indikator sowie der Nachricht, dass japanische Investoren offiziellen Daten zufolge ausländische Staatsanleihen verkauft haben.

Die Prognosen der Finanzprofis

George Soros, Investor

„Ich glaube, die größte Gefahr ist tatsächlich, möglicherweise, ein Währungskrieg.“ (25.01.2013)

Marc Faber, Investor

„Zum ersten Mal seit vier Jahren, seit dem Tief im März 2009, liebe ich den Markt wieder. Denn je höher es geht, desto wahrscheinlicher ist, dass es zu einem schönen Crash kommt, einem gewaltigen Crash.“ (31.1.2013)

Bill Gross, Fondsmanager

„Die EZB ist in diesem Tagen die härteste der Zentralbanken. Aber angesichts einer europäischen Arbeitslosigkeit von 12 bis 13 Prozent - verglichen mit 7,7 Prozent in den USA  - müssen sie etwas tun. Letztendlich müssten sie ihre Währung in Relation zum Dollar und anderen Währungen schwächen, damit sie wettbewerbsfähiger werden.” (08.03.2013)

Felix Zulauf, Vermögensverwalter

„Ich sehe nichts von einer Normalisierung. Die strukturellen Probleme sind nach wie vor da, sie sind nur kaschiert worden und hat sie für eine gewisse Zeit in einem Meer von neugeschöpfter Liquidität ertränkt.“ (21.02.2013)

Jim Rogers, Rohstoffguru und Fondsmanager

„Amerika ist die größte Schuldnernation in der Geschichte der Welt.“ (24.02.2012)

Steen Jakobsen, Chefvolkswirt bei der Saxo Bank

„Ich persönlich hatte sehr negative Erwartungen insbesondere bezüglich der Realwirtschaft und den Aktienmärkten. Bei der Wirtschaft lag ich richtig, bei den Aktienmärkten nicht. Aber sollten Aktienmärkte nicht eigentlich der Realwirtschaft folgen?“ (28.2.2013)

Warren Buffett, Investor

Sicherlich, die nähere Zukunft ist unklar. Amerika blickt dem Unbekannten aber seit 1776 ins Auge. (01.03.2012)

Nouriel Roubini, Ökonom

„Die Risiken werden vom Markt derzeit zu niedrig eingeschätzt. Sie werden im ersten Halbjahr wohl eingedämmt bleiben, aber sie könnten wieder an die Oberfläche kommen.” (04.03.2013)

Stan Druckenmiller, Hedge-Fonds-Manager

„Die Party kann noch für eine Weile so weitergehen. Ich weiß nicht, wann sie enden wird, aber ich schätze, dass sie sehr schlimm enden wird.“ (5.3.2013)

Jim O’Neill, Chairman Goldman Sachs Asset Management

„Ich erwarte keine anhaltende Aufwärtsbewegung von dem derzeitigen Niveau, ohne dass es weitere Hinweise darauf gibt, dass die Wirtschaft in einem irrwitzig starken Tempo wächst.“ (18.03.2013)

Barry Knapp, Barclays

„Der große Treiber ist die Fed. Eine Wachstumskorrektur am Ende des ersten oder zu Beginn des zweiten Quartals ist wahrscheinlich. Unser Problem sind die Auswirkungen der fiskalischen Kontraktion, stagnierendes Wachstum und Investoren, die zu enthusiatisch sind in Bezug auf den Häusermarkt.“

Dan Veru, Investment-Chef Palisade Capital Management

„Ich denke es gibt viele Investoren die darauf warten, in den Markt einzusteigen.“

Mohamed El-Erian, Co-CIO bei Pimco

„Europa hat zwei Stangen Dynamit angezündet. Die erste betrifft die Inhaber kleiner Konten. Müssen auch sie Zwangsabgaben leisten, drohen soziale und politische Unruhen und ein Austritt aus der Eurozone. Die Folgen der anderen Dynamitstange sind weit komplizierter und ungewisser. Es ist eine Frage der Unverletzlichkeit von Bankguthaben in Europa. Und eine Erinnerung, dass Europa zu viele Ziele verfolgt und zu wenig Instrumente hat.“ (18.03.2013 zur Zwangsabgabe für zyprische Sparer)

„Es ist eine ziemliche Überraschung, dass japanische Investoren Nettoverkäufer von ausländischen Bonds sind”, sagte Sebastien Galy, Devisenstratege bei Société Générale SA in New York. „Die heutigen Gewinne des Yen könnten auf diese negative Überraschung zurückzuführen sein.”

Ein technischer Indikator signalisiert zudem, dass die jüngsten Verluste beim Yen überzeichnet waren. Der 14-Tages- Index der relativen Stärke des Yen zum Dollar lag den vierten Tag unter 30. Für einige Händler ist ein derartiges Niveau ein Signal, dass ein Vermögenswert zu stark und zu schnell gesunken ist. Zum Euro belief sich der Relative-Stärke-Index auf 28.

Der Schweizer Franken war zum Euro bei 1,2189 Franken kaum verändert. Gegenüber dem Dollar stieg die eidgenössische Währung um geringfügig auf 93,22 Rappen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Mobius

11.04.2013, 12:07 Uhr

"Der Yen drohte unter die 100-Dollar-Marke zu fallen." - Bitte Artikel korrigieren...

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