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16.01.2013

13:57 Uhr

Devisenmarkt

Euro bewegt sich nicht vom Fleck

Nach leichten Verlusten am Vormittag hat sich der Euro stabilisiert und auf den Wert des Vortags eingependelt. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hatte an den Märkten mit Aussagen zum Euro für Diskussionen gesorgt.

Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hat an den Märkten für Diskussionen gesorgt. Reuters

Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hat an den Märkten für Diskussionen gesorgt.

FrankfurtDer Euro war am Mittwoch nach anfänglich leichten Verlusten kaum verändert zum Dollar. Für einen Euro mussten 1,3308 Dollar gezahlt werden, in etwa so viel wie am Vortag.

Der luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker hatte gesagt, dass der Wechselkurs für die europäische Gemeinschaftswährung gefährlich hoch sei. Die Euro-Stärke ist eine neue Bedrohung für die Wirtschaft der Region, nachdem diese Anzeichen für eine Überwindung der Schuldenkrise zeigt.

Hingegen sieht EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny im Euro/Dollar-Wechselkurs keinen Grund zur Sorge. Er rechnet langfristig nicht mit einem weiteren Anstieg des Euro. Man sollte kurzfristige Schwankungen beim Wechselkurs nicht überbewerten, sagte Nowotny am Rande der Euromoney-Konferenz in Wien gegenüber Journalisten.

„Der Euro bleibt anfällig für Kommentare von offizieller Seite und Konjunkturindikatoren, da Investoren die geldpolitischen Aussichten abwägen“, sagte Ken Takahashi von Sumitomi Mitsui. In Europa erwarten 15 der 39 von Bloomberg befragten Analysten, dass die Europäische Zentralbank in diesem Quartal den Leitzins auf 0,5 Prozent senken wird.

Beim Schweizer Franken kam die Abwärtsbewegung zum Stillstand. Die eidgenössische Währung hatte die vergangenen sieben Handelstage gegenüber dem Euro verloren und war um insgesamt 2,3 Prozent gefallen. Am Mittwoch notierte der Franken bei 1,2363 Franken 0,3 Prozent höher zum Euro. Gegenüber dem Dollar verteuerte sich die eidgenössische Währung um 0,3 Prozent auf 92,92 Rappen.

Der Yen war erneut fester. Marktteilnehmer gehen davon, aus mögliche geldpolitische Maßnahmen, die die japanische Notenbank auf ihrer Sitzung am 21./22. Januar ergreifen könnte, bereits im Wechselkurs eingepreist sind. Auch berichtete die Zeitung Nikkei, dass Shigeru Ishiba, der Generalsekretär der Liberaldemokratischen Partei, gesagt habe, ein schwächerer Yen könnte einigen Branchen Probleme bereiten.

Die japanische Devise war zum Euro bei 117,25 Yen 0,8 Prozent höher. Zum Dollar stieg der Yen um 0,8 Prozent auf 88,12 Yen und steuert auf den größten Zwei-Tages-Gewinn seit acht Monaten zu.

Kommentare (4)

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Mauserspeck

16.01.2013, 10:19 Uhr

Morgens zu hoch.
Mittags zu tief.
Sonntags o.k. .
Weihnachten so la la.
Ostern überraschend unverändert.
Immer gerade wie es passt.

Account gelöscht!

16.01.2013, 10:56 Uhr

Herr Junker hat recht, der Euro-Kurs in Relation zum USD ist unerklaerlich hoch. Einfach mal die reale Kaufkraft vergleichen !
Aus meiner Sicht (ich bin aber kein Oekonom sondern Ingenieur) waere 1:1 in Ordnung.

PeterJ

16.01.2013, 13:49 Uhr

Als Geschäftsführer einer Firma, die ihre Produkte zum überwiegenden Teil in Länder ausserhalb Europas exportiert, kann ich mit dem heutigen Kurs ganz gut leben. 1 : 1 zum Dollar wäre mir natürlich lieber. Die Aussage von Herrn Juncker ist sicher für die wettbewerbsschwachen Euro-Südländer richtig, die nicht abwerten können, weil sie eben den Euro haben. Eine gemeinsame Währung passt eben nicht für Staaten mit völlig unterschiedlicher Wirtschaftskraft.

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