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02.09.2011

17:51 Uhr

Devisenmarkt

Euro fällt nach US-Arbeitsmarktbericht

Die schlechten Zahlen des US-Arbeitsmarktes, die Probleme Griechenlands und die Diskussion um den EFSF haben sich auf den Euro-Kurs ausgewirkt. Der Kurs zum Dollar fiel leicht.

Der Euro-Kurs ist gefallen. dapd

Der Euro-Kurs ist gefallen.

FrankfurtDer Kurs des Euro ist belastet durch einen enttäuschenden US-Arbeitsmarktbericht gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,4204 US-Dollar gehandelt. Vor der Veröffentlichung der US-Zahlen hatte der Euro noch bei 1,4260 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,4255 (Donnerstag: 1,4285) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7015 (0,7000) Euro.

In den USA stagnierte die Beschäftigtenzahl im August, während Volkswirte einen Beschäftigungsaufbau von 68.000 Stellen erwartet hatten. „Der US-Arbeitsmarktbericht hat die Verunsicherung erhöht und den Euro belastet“, sagte Ulrich Leuchtmann, Leiter der Devisenabteilung bei der Commerzbank. In einem normalen Umfeld hätten die Zahlen eigentlich den Dollar belasten müssen. „Angesichts der schwelenden Schuldenkrise in der Eurozone gilt der Dollar aber derzeit als die zuverlässigere Währung“, sagte Leuchtmann.

Die schwierige Lage in Griechenland laste zudem auf dem Euro, sagte Leuchtmann. Griechenland wird aufgrund der schweren Rezession seine Haushaltsziele im laufenden Jahr wohl kaum erreichen können.

Die Regierung in Athen muss jetzt auf Druck der EU-Kommission den Haushaltsplan für 2012 überarbeiten und Strukturreformen angehen. Die Kommission ist zudem auch mit der italienischen Regierung unzufrieden und fordert Reformen zur Förderung des Wachstums. Der September wird laut Leuchtmann ein schwieriger Monat für den Euro, da wichtige Entscheidungen zum europäischen Rettungsmechanismus EFSF anstehen. So stimmt auch der Deutsche Bundestag über die Ausweitung des EFSF ab.

Sollte hier etwas schief gehen, dürfte der Euro stark unter Druck geraten, warnte Leuchtmann. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87890 (0,88120) britische Pfund, 109,56 (110,08) japanische Yen und 1,1132 (1,1417) Schweizer Franken fest.

Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1875,25 (1821,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 41.100 (40.180) Euro.

Von

dpa

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