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29.07.2016

17:35 Uhr

Devisenmarkt

Euro legt zu, Dollar unter Druck

Der Euro hat sich am Freitag kaum vom Fleck bewegt. Selbst ein überraschend starkes Abflauen der Konjunktur in Frankreich konnte die Gemeinschaftswährung nicht erschüttern.

Der Euro zeigt sich am Freitag stabil. dpa

Euro und Dollar

Der Euro zeigt sich am Freitag stabil.

Frankfurt/MainDer Euro hat nach einer Reihe von Konjunkturdaten aus dem Euroraum am Freitag zum Dollar etwas zugelegt. Die Gewinne baute die Gemeinschaftswährung weiter aus, als der Greenback nach Veröffentlichung eines schwächer als erwarteten US-Wachstums stärker unter Druck geriet. Der Euro gewann zuletzt 0,6 Prozent auf 1,1142 Dollar.

Das Wirtschaftswachstum im Euroraum belief sich im zweiten Quartal erwartungsgemäß auf 0,3 Prozent, während die Arbeitslosenquote im Juni unverändert 10,1 Prozent betrug. Die Jahresteuerung in den 19 Euro-Staaten stieg im Juli auf 0,2 Prozent, während von Bloomberg befragte Ökonomen nur mit 0,1 Prozent Inflation gerechnet hatten. In den USA wuchs das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal um annualisiert 1,2 Prozent, während eine Wachstumsbeschleunigung auf 2,5 Prozent prognostiziert worden war.

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Der japanische Yen legte derweil eine Rally hin, nachdem die Bank of Japan entschieden hatte, den Kauf von börsengehandelten Fonds (ETF) auszuweiten, das Bondkaufprogramm und die Leitzinsen aber unverändert zu lassen. BoJ-Gouverneur Haruhiko Kuroda und seine Kollegen kündigten zudem an, bis zu ihrer nächsten Sitzung am 20. und 21. September eine „umfassende Bewertung“ der Auswirkungen ihrer geldpolitischen Maßnahmen zu erstellen. Der japanische Yen stieg zum Euro zuletzt um 1,7 Prozent auf 114,67 Yen und war zum Dollar bei 102,91 Yen sogar 2,2 Prozent fester.

„Die BoJ-Entscheidung vermochte nicht die hohen Markterwartungen zu erfüllen“, sagte Khoon Goh, Leiter Asien-Research bei Australia & New Zealand Banking Group Ltd. in Singapur. „Obwohl Kuroda signalisiert hat, dass es bei dem nächsten Treffen im September weitere Lockerungen geben könnte, ist das insgesamt eine enorme Enttäuschung für die Märkte.“

Der Schweizer Franken stieg zum Euro um 0,2 Prozent auf 1,0842 Franken. Zum Dollar war der Franken 0,8 Prozent höher bei 97,28 Rappen.

Von

rtr

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