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08.08.2013

16:58 Uhr

Devisenmarkt

Euro profitiert von Dollarschwäche und Sommerloch

Der Dollar ist auf Talfahrt, während der Euro auf ein Sieben-Wochen-Hoch geklettert ist. Anleger sind vor allem wegen der unklaren US-Geldpolitik verunsichert.

Der US-Dollar schwächelt, während der Euro auf ein Sieben-Wochen-Hoch steigt. dpa

Der US-Dollar schwächelt, während der Euro auf ein Sieben-Wochen-Hoch steigt.

FrankfurtDer Euro hat am Donnerstag weiter zugelegt. Die Gemeinschaftswährung erreichte zeitweise mit 1,3394 Dollar den höchsten Kurs seit Mitte Juni und zum Vorabend ein Plus von etwa einem halben US-Cent. Zum Yen rutschte der Dollar ebenfalls auf ein Sieben-Wochen-Tief von 96,02 Yen ab. Händler führten die Dollarverkäufe vor allem auf die Unsicherheit vieler Anleger über Details der weiteren Geldpolitik der Fed zurück. Auch die jüngsten Wochendaten vom US-Arbeitsmarkt brachten keine neuen Erkenntnisse. Die US-Notenbank hat eine Drosselung der Wertpapierkäufe von einer Verbesserung der Lage am Arbeitsmarkt abhängig gemacht.

Die Märkte rätseln derzeit, wann die Fed in welchem Ausmaß die Käufe drosseln wird, was als Einstieg in den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik gilt. Einige erwarten das bereits im September, andere erst für den späteren Jahresverlauf. „Es sieht so aus, als wollte die Fed den Ball weiterspielen, aber keiner kann ihn annehmen”, kommentierte ein Händler. Mit Blick auf unterschiedliche Signale von US-Notenbankern sei Zurückhaltung die beste Strategie.

Die Umsätze seien zudem im Moment ferienbedingt sehr gering, fügte ein anderer hinzu. Dies begünstige den Euro auch etwas. Von einer neuen Vertrauenswelle in die Euro-Zone könne trotz der zuletzt besseren Konjunkturdaten keine Rede sein, auch wenn an den Rentenmärkten derzeit die Anleihen Spaniens und Italiens wieder etwas höher im Kurs stehen. Dies drückte die Rendite der zehnjährigen italienischen Anleihen auf 4,23 von 4,26 Prozent am Vorabend. Die entsprechenden spanischen Papiere rentierten mit 4,55 Prozent ebenfalls drei Basispunkte weniger als am Vorabend.

Sicherheit war dagegen nicht gefragt. Die Rendite des deutschen Pendants war mit 1,69 Prozent unverändert. Der Bund-Future notierte mit 142,26 Punkten ebenfalls stabil.

Von

rtr

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