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04.06.2013

08:48 Uhr

Devisenmarkt

Fed-Spekulationen helfen Euro

Schwache Konjunkturdaten der USA haben die Spekulationen der Anleger um die lockere Geldpolitik der Fed angeheizt. Anleger gehen von einer Fortsetzung der Geldflut aus. Das schwächt den Dollar.

Der Euro-Kurs tritt auf der Stelle. dpa

Der Euro-Kurs tritt auf der Stelle.

FrankfurtMit den zuletzt enttäuschenden Daten aus der US-Industrie haben Spekulationen auf eine Fortsetzung der ultralockeren US-Geldpolitik am Devisenmarkt wieder zugenommen. Der Euro hielt sich mit 1,3080 Dollar in Reichweite der 1,31-Dollar-Marke, die er am Montag erstmals seit dem 9. Mai wieder übersprungen hatte.

Anleger interpretierten den Rückgang des ISM-Einkaufsmanagerindex unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten als Hinweis darauf, dass die US-Notenbank Fed ihren Geldhahn erst einmal nicht zudrehen wird. Am Montagnachmittag war der Dollar spürbar unter Druck geraten.

Geschichte des Euro

Anfänge

Das Ziel einer Währungsunion war bereits im EG-Vertrag verankert. Am 1. Januar 1999 ist es so weit: Der Euro wird gemeinsame Währung von elf Ländern. In Euro bezahlt werden kann per Scheck, Kredit- oder EC-Karte. Das alte Geld bleibt jedoch zunächst das allein gültige Zahlungsmittel. Wenige Tage später nehmen auch die Finanzmärkte den Handel mit Euro auf.

Euro-Zone

Zu den ersten Ländern, die den Euro einführten, gehörten Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien. Griechenland trat erst 2001 der Gemeinschaft bei, da es vorher nicht die Auflagen erfüllte. Großbritannien, Dänemark und Schweden verzichteten auf den Euro.

Bargeld

Am 1. Januar 2002 wird der Euro in zwölf Ländern gesetzliches Zahlungsmittel. Die D-Mark behält für zwei Monate ihr Gültigkeit, kann danach aber immer noch gegen Euro eingetauscht werden. Der Wechselkurs ist festgesetzt auf 1 Euro = 1,95583 D-Mark.

Neue Mitglieder

2004 werden zehn Länder in Mittel- und Osteuropa sowie im Mittelmeerraum neue EU-Mitglieder. Sie müssen die Gemeinschaftswährung übernehmen, sobald sie die Konvergenzkriterien erfüllen. Bis heute sind allerdings nur fünf weitere Staaten der Euro-Zone beigetreten, nämlich Slowenien, Malta, Zypern, Estland und die Slowakei. Damit gibt es insgesamt 17 Länder in Europa, in denen offiziell mit Euro bezahlt werden kann.

Höchststand

Ende August 2008 steigt der Euro zum ersten Mal über die psychologisch wichtige Marke von 1,50 US-Dollar. Sein bisheriges Allzeithoch von 1,5990 Dollar erreicht die Gemeinschaftswährung am 15. Juli, wobei der höchste je am Markt gehandelte Kurs sogar über 1,60 Dollar liegt.

Schuldenkrise

Im Frühjahr 2010 kommt Griechenland in immer größere Finanznöte und muss als erstes Euro-Land Milliardenhilfen beantragen. Damit nimmt eine Schuldenkrise ihren Lauf, in dessen Zuge weitere Länder, darunter Irland und Portugal, um Geldmittel bitten müssen. In der Öffentlichkeit wird heftig über einen möglichen Zusammenbruch der Euro-Zone spekuliert. Die Gemeinschaftswährung wertet kontinuierlich ab.

Entscheidend für die Diskussion um den Fed-Kurs dürfte aus Sicht von Analysten aber die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt sein. Sollte es hier zu einer fortgesetzten Erholung kommen, dürften die Erwartung einer strafferen Geldpolitik tendenziell wieder größer werden, prognostiziert Helaba-Experte Ulrich Wortberg. Der offizielle Arbeitsmarktbericht der Regierung wird am Freitag veröffentlicht.

Kommentare (1)

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04.06.2013, 09:01 Uhr

liest man nicht permanent hier im HB, dass sich die US Wirtschaft erholt und super aus der Krise herauskommen wird ? Was hat dieses dauerhafte hin und her noch mit Wirtschaftsjournalismus zu tun ?

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