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14.11.2012

15:38 Uhr

Devisenmarkt

Geplante Neuwahlen in Japan machen Yen zu schaffen

Angesichts der bald anstehenden Neuwahlen in Japan hat der Yen am Mittwoch etwas nachgegeben. Anleger setzen auf einen Sieg der Opposition und eine Ausweitung der lockeren Geldpolitik.

Japan leidet derzeit unter der Schuldenkrise in Europa und dem starken Yen, der Waren „Made in Japan“ im Ausland verteuert. Reuters

Japan leidet derzeit unter der Schuldenkrise in Europa und dem starken Yen, der Waren „Made in Japan“ im Ausland verteuert.

FrankfurtDie Aussicht auf Neuwahlen in Japan hat den Yen am Mittwoch unter Druck gesetzt. Japans Ministerpräsident Yoshihiko Noda will das Parlament am Freitag auflösen, um den Urnengang im Dezember zu ermöglichen. Anleger rechnen damit, dass die oppositionellen Liberaldemokraten als Sieger aus den Wahlen hervorgehen und damit auch die lockere Geldpolitik in Japan nochmals ausgeweitet werden dürfte. „Die Finanzmärkte preisen nun ein, dass der Druck auf die japanische Notenbank zunimmt“, sagte Derek Halpenny von der Bank of Tokyo Mitsubishi.

Der Dollar legte in der Spitze auf 80,16 Yen zu nach 79,37 Yen im Vortagesgeschäft. Der Euro kletterte um mehr als ein Prozent auf 101,93 Yen.

Ministerpräsident Noda von der Demokratischen Partei steht bei der Opposition im Wort, nachdem er im Sommer „baldige“ Neuwahlen versprochen hatte. Er tat dies, um die Liberaldemokraten, die im Oberhaus die Mehrheit hat, für eine Anhebung der Mehrwertsteuer zu gewinnen. Die Legislaturperiode des Unterhauses endet eigentlich erst im August 2013.

Japan leidet derzeit unter der Schuldenkrise in Europa und dem starken Yen, der Waren „Made in Japan“ im Ausland verteuert. Im Kampf gegen eine drohenden Rezession hatte die Notenbank ihr Programm zum Ankauf von Anleihen und zur Vergabe von Krediten noch einmal ausgeweitet.

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