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31.07.2012

09:41 Uhr

Devisenmarkt

Hält Draghi Wort?

Im Vorfeld der Notenbankentscheidungen dieser Woche haben sich die Anleger am Renten- und Devisenmarkt am Dienstag zunächst zurückgehalten. Der Euro notierte mit Kursen um 1,2260 Dollar auf dem Vortagesniveau (EZB-Referenzkurs: 1,2246 Dollar).

Euromünze. Die Devisenspekulanten halten sich zurück. dpa

Euromünze. Die Devisenspekulanten halten sich zurück.

Der Bund-Future profitierte von der Verunsicherung der Marktteilnehmer und kletterte um 46 Ticks auf 143,85 Punkte. Die Renditen der zehnjährigen spanischen und italienischen Anleihen zogen leicht an.
"Es gibt etwas Skepsis, einige fürchten, Draghi könnte vorige Woche zu viel Hoffnung geschürt haben", sagte ein Händler. Der EZB-Chef hatte in London erklärt, die Europäische Zentralbank sei innerhalb ihres Mandats bereit, alles Erforderliche zu tun, um den Euro zu erhalten. "Und glauben Sie mir, das wird reichen", hatte er hinzugefügt. Dies schürte Spekulationen, die EZB könnte ihr seit Monaten auf Eis liegendes Anleihe-Kaufprogramm wieder aufnehmen und damit vor allem die spanischen und italienischen Anleihen stützten, deren Renditen zuletzt stark gestiegen waren.

Kommentare (1)

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Steuerschaetzer

31.07.2012, 19:05 Uhr

Natürlich wird Draghi Wort halten. Er hat ja auch bisher für die Banken gearbeitet, indem er immer wieder Anleihen aufgekauft hat usw., außerdem ist er Mitglied in einem exklusiven Banker-Zirkel und war vorher bei Goldman-Sachs. Dies ist wie im amerikanischen "inside-job", bei dem die Herrn Professoren oder Experten an der Uni sind, gleichzeitig Vorstand in einer Bank usw. und Berater eines Ministers bzw. besser gleich auch noch Minister. Und dann wird der Job unbefangen ausgeführt? Wohl kaum, wie sich aus der Entwicklung in den USA ablesen lassen konnte. So haben sie erst für die Finanzindustrie die Beschränkungen vereinfacht und damit die Excesse ausgelöst und alles als wissenschaftliche Experten begleitet und als aktive Politiker ausgeführt. Kann Draghi völlig unbefangen seinen Job machen? Wenn man sein bisheriges Handeln ansieht, scheint er den Zocker-Banken zumindest das Risiko eines Verlustes weitgehend zu minimieren. Dafür stehen die Steuerzahler der soliden Euro-Länder dann in der Kreide. Ein Schelm, der ....

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