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02.06.2015

16:46 Uhr

Devisenmarkt

Höhere Inflation beflügelt den Euro-Kurs

Die Inflation in der Euro-Zone ist stärker angezogen als erwartet – der Euro springt daher am Dienstag nach oben. Denn das Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank könnte überzogen sein.

Der Euro kostete am Dienstagmorgen 1,0920 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vorabend. dpa

Eurokurs

Der Euro kostete am Dienstagmorgen 1,0920 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vorabend.

FrankfurtDer Euro hat seine Gewinne zum US-Dollar am Dienstag im Verlauf deutlich ausgebaut. Rückenwind erhielt die Gemeinschaftswährung dabei von Zahlen zur Inflation aus der Eurozone. Hinzu kam die Hoffnung auf eine Einigung von Griechenland mit seinen Kreditgerbern. Zuletzt war der Euro bei 1,1119 Dollar 1,8 Prozent über dem Schlussstand vom Montag. Das ist ein äußerst ungewöhnlich starker Einstieg: Der zweitgrößte Tagesgewinn des Jahres.

Die Verbraucherpreise waren in der 19 Länder umfassenden Währungsunion im Mai annualisiert um 0,3 Prozent gestiegen, wie das Statistikamt der EU in Luxemburg mitteilte. Von Bloomberg befragte Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet. Die Kerninflation beschleunigte sich demnach um 0,9 Prozent und wies damit das stärkste Plus seit neun Monaten auf.

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Heute war kein einfacher Tag für die Anleger. Die Hellas-Krise dauert an, die Inflation zog überraschend an und der Euro schoss deutlich nach oben. Gewinnmitnahmen waren angesagt. Der Dax nimmt seine Talfahrt wieder auf.

Damit ziehen schon wenige Wochen nach dem Öffnen der Geldschleusen durch die EZB die Preise in der Euro-Zone wieder deutlich an. Die Inflationsrate lag im Mai bei 0,3 Prozent. Die Daten legten den Schluss nahe, dass das Anleihenankaufprogramm der EZB mehr Wirkung entfalte als gedacht, sagte ein Händler. Damit dürften Spekulationen, ob die Zentralbank ihr Kaufprogramm wirklich wie geplant durchziehen wird, neue Nahrung erhalten.

Die Teuerungszahlen zeigen, dass die „Phase der Disinflation“ beendet ist, erklärte Ralf Umlauf von der Helaba in Frankfurt in einem Kurzkommentar. „Dies gilt mittel- und langfristig insbesondere vor dem Hintergrund der aufgehellten Konjunkturperspektiven sowie des verbesserten monetären Umfeldes.“

Experten zufolge profitiert die Gemeinschaftswährung auch von der Hoffnung auf eine baldige Einigung im griechischen Schuldenstreit: Während die Kreditgeber von Griechenland an einem Plan arbeiten, der die Auszahlung zusätzlicher Mittel ermöglichen würde, erklärte Ministerpräsident Alexis Tsipras, seine Regierung habe einen eigenen Vorschlag eingereicht.

Zudem habe der Sprung der Gemeinschaftswährung über die charttechnisch wichtigen Marken von 1,1050 und 1,1130 Dollar Zusatzkäufe der Marktteilnehmer ausgelöst. Diejenigen Investoren, die auf fallende Kurse gewettet hätten, seien wieder eingestiegen, um ihre Verluste zu minimieren.

Der Euro gewann zum Franken 0,6 Prozent auf 1,0399 Franken, zum Dollar verteuerte sich die eidgenössische Währung um 1,1 Prozent auf 93,60 Rappen. Der Euro gewann zum Yen 1,4 Prozent auf 138,24 Yen, zum Dollar gewann der Yen 0,3 Prozent auf 124,39 Yen.

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Kommentare (1)

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Herr Erik Wikinger

02.06.2015, 18:53 Uhr

Was auch immer...... der Schafherde ist das eh egal. Die sind perfekt gehirngewaschen und lassen sich manipulieren und versklaven....
Der Mensch - Die KRONE DER SCHÖPFUNG !!!!!!!!!!!

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