Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.02.2013

09:12 Uhr

Devisenmarkt

Unklarheit über geldpolitischen Kurs hilft Yen

Bei der Nominierung des neuen japanischen Notenbankchefs kommt es zu Verzögerungen. Das hat dem Yen Auftrieb gegeben. Auch Aussagen des Finanzministers Taro Aso halfen der Landeswährung auf die Sprünge.

Die Geldpolitik in Japan ist schon jetzt so locker wie in keinem anderen großen Währungsraum. dpa

Die Geldpolitik in Japan ist schon jetzt so locker wie in keinem anderen großen Währungsraum.

FrankfurtVerzögerungen bei der Nominierung des neuen Notenbankchefs in Japan haben den Yen am Mittwoch gestützt. Der Dollar fiel zur Landeswährung auf 93,15 Yen nach 93,56 Yen im Vortagesgeschäft. Der Greenback entfernte sich damit weiter von seinem 33-Monatshoch von 94,465 Yen, das er vergangenen Montag erreicht hatte.

Der Kandidat für den Spitzenjob soll nun erst frühestens Anfang kommender Woche genannt werden, wenn Ministerpräsident Shinzo Abe von seiner USA-Reise zurückgekehrt ist. Dies führte zu Vermutungen über regierungsinterne Unstimmigkeiten in der Frage, wie radikal der neue Notenbank-Chef im Kampf gegen Deflation und Wirtschaftsflaute die Geldpolitik noch lockern soll.

Angeschoben wurde der Yen auch von Aussagen des Finanzministers Taro Aso. Er hatte am Dienstag erklärt, sein Land plane nicht, ausländische Anleihen aufzukaufen - ein Schritt, der die Währung weiter verbilligt hätte. Die Geldpolitik in Japan ist schon jetzt so locker wie in keinem anderen großen Währungsraum. Der Yen ist deswegen seit Montan auf Talfahrt. Seit Jahresbeginn hat der Dollar bereits mehr als sieben Prozent zum Yen zugelegt. Solange die Unklarheit über das weitere Vorgehen der Regierung bestehe, dürfte der Yen wohl erst einmal in einer Spanne von 92,50 und 95,50 Yen pendeln, sagte Satoshi Okagawa, Analyst bei Sumitomo Mitsui Banking Corporation in Singapur.

Indes haben Aussagen des neuseeländischen Notenbank-Chefs Graeme Wheeler am Mittwoch die Währung des Landes auf Talfahrt geschickt. Der „Kiwi" fiel um 0,8 Prozent auf 0,8401 US-Dollar und um 1,1 Prozent auf 0,6255 Euro. Wheeler hatte den neuseeländischen Dollar als überbewertet bezeichnet und betont, seine Zentralbank stehe bereit für Interventionen bereit.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×