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02.07.2013

10:01 Uhr

Digitale Währung

Winklevoss-Zwillinge planen Bitcoin-Vermögensverwaltung

Die Zwillinge Cameron und Tyler Winklevoss wollen der digitalen Währung Bitcoin zum Durchbruch verhelfen. Sie sind große Fans des virtuellen Guthabens und möchten unbedingt den Handel mit Bitcoin erleichtern.

Ein Bitcoin. Die Währung wurde 2009 als Antwort auf die internationale Finanzkrise erfunden. ap

Ein Bitcoin. Die Währung wurde 2009 als Antwort auf die internationale Finanzkrise erfunden.

San FranciscoDie Zwillinge Cameron und Tyler Winklevoss, international bekannt vor allem wegen ihres Streits mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, wollen der digitalen Währung Bitcoin zum Durchbruch verhelfen. Sie stellten am Montag in einem Antrag bei der US-Börsenaufsicht Pläne für eine Bitcoin-Vermögensverwaltungsgesellschaft vor, die den Handel mit der digitalen Währung erleichtern soll. Dieser "Bitcoin-Trust" würde Aktien im Wert von insgesamt 20 Millionen Dollar (rund 15 Millionen Euro) ausgeben - jeder Anteilsschein für 20 Dollar echtes Geld hätte bei der Ausgabe gleichzeitig einen bestimmten Wert in Bitcoins.

"Die Aktien sind für Anleger gedacht, die eine kosteneffiziente und bequeme Methode suchen, an Bitcoins zu kommen", heißt es in dem Konzept der Zwillingsbrüder. Auf den 74 Seiten nennen sie vorschriftsgemäß auch die Risiken: "Da die Geschäftsführung keine Erfahrung mit der Leitung einer Investmentgesellschaft wie dem Bitcoin Trust hat, könnten ihre Fähigkeiten nicht ausreichend oder unpassend dafür sein."

Bitcoins wurden 2009 als Antwort auf die internationale Finanzkrise erfunden. Geschaffen hat sie ein unbekannter Programmierer, der eine von Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung wollte. Nutzer können die Währung als virtuelle Guthaben erwerben. Der Wechselkurs zu echtem Geld wird täglich errechnet - und kann teils extrem schwanken. Es gibt einige Online-Shops und Websites, die Bitcoins als Zahlungsmittel akzeptieren. Staatliche Aufsichtsbehörden und Notenbanken fürchten, Bitcoins könnten zur Geldwäsche genutzt werden.

Die Winklevoss-Zwillinge sind große Fans der digitalen Währung. Laut "New York Times" besaßen sie im April ein Prozent aller Bitcoins im Umlauf. Bekannt wurden die Brüder vor allem durch den Film "The Social Network", in dem geschildert wird, wie sie Mark Zuckerberg wegen Ideenklaus verklagen. Die Einigung in dem Rechtsstreit brachte ihnen Millionen ein - in bar und in Facebook-Anteilen.

Von

afp

Kommentare (1)

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Norbert

02.07.2013, 13:56 Uhr

Das alles erinnert an einem Ponzi Schema. Der Bitcoin ist so oder so keine geeignete Währung, da der Kurs aufgrund der Spekulation ständig schwankt. Eine solche Währung ist unbrauchbar und wird später zusammenbrechen. Hier geht es nur um das schnelle Geld, die meisten Nutzer von Bitcoin verstehen das System nicht einmal. Die Gier wird das System zusammenbrechen lassen. Im Bitcoin-Netzwerk ist das Vermögen noch ungerechter verteilt als beim traditionellen Geldsystem. Von einer Wende kann daher nicht die Rede sein.

Angeblich soll der Gründer von Bitcoin eine Million Bitcoins horten. Nach derzeitigem Kurs ist er bereits Multimillionär. Sollte er sich dazu entscheiden, die Bitcoins zu verkaufen, wird das den Kurs zusammenbrechen lassen. Er ist dann einer der wenigen die wirklich Gewinn machen. Wer weiß, vielleicht wurde Bitcoin nur aus diesem Zweck geschaffen, damit eine kleine Gruppe das große Geld macht, während der Rest verliert.

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