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06.11.2013

13:42 Uhr

Digitalwährung

Bitcoin erreicht neues Rekordhoch

Ebay überlegt, Bitcoins als digitales Zahlungsmittel zuzulassen. Das hat den Kurs für das virtuelle Geld in die höhe schnellen lassen. Es erreichte den höchsten Stand seit dem Start 2009.

Mit solchen Block Erupters lassen sich Bitcoins berechnen: Seinen bisherigen Höchststand hatte der Bitcoin-Kurs Mitte April bei 238 Dollar markiert. Reuters

Mit solchen Block Erupters lassen sich Bitcoins berechnen: Seinen bisherigen Höchststand hatte der Bitcoin-Kurs Mitte April bei 238 Dollar markiert.

FrankfurtDie Digitalwährung Bitcoin hat ein neues Rekordhoch erreicht. Mit rund 251 Dollar erreichte das virtuelle Geld den höchsten Stand seit dem Start 2009. Überlegungen der Online-Handelsplattform Ebay, Bitcoins eines Tages als Zahlungsmittel bei Transaktionen zu akzeptieren, hatten dem Kurs zuletzt einen neuen Schub gegeben.

Seinen bisherigen Höchststand hatte der Bitcoin-Kurs Mitte April bei 238 Dollar markiert. Zum Vergleich: Im Juli 2012 war ein Bitcoin nur etwa sieben Dollar wert. Die digitale Währung hatte Anfang des Jahres hohe Popularität erreicht und rasante Kursanstiege verbucht. Nach Hackerangriffen und technischen Problemen nahm der öffentliche Rummel zwischenzeitlich wieder ab.

Die wichtigsten Fragen zu Bitcoins

Was sind Bitcoins?

Bitcoins (BTC) sind verschlüsselte Datenpakete aus Zahlen und Buchstaben.

Wer hat Bitcoins erfunden?

Als Erfinder gibt sich jemand aus, der auf einer Kryptografie-Mailingliste unter dem Namen Satoshi Nakamoto auftrat – vermutlich ein Pseudonym, möglicherweise steckt sogar eine Gruppe dahinter. Er umriss das Konzept 2008 in einem Grundsatzpapier und brachte 2009 eine Software zum Bitcoin-Austausch heraus. Mittlerweile kümmert sich eine kleine Community von Entwicklern darum – der Quellcode liegt offen.

Wozu sind Bitcoins gut?

Für die einen sollen Bitcoins ein anonymes Zahlungsmittel im Internet sein, das Systeme wie Paypal unnötig macht. Andere sehen Bitcoins als alternatives Wertaufbewahrungsmittel. Wieder andere glauben an eine mit dem Goldstandard vergleichbare Sicherheitsfunktion.

Als weltweit erste nennenswerte Transaktion gilt der Kauf zweier Pizzen für 10.000 BTC. Auch für illegale Zahlungen kommt die Währung zum Einsatz, etwa auf der inzwischen geschlossenen Online-Plattform Silk Road.

In Deutschland sind Bitcoins noch nicht sehr verbreitet. In Onlineshops wie Schuhwelt.com sowie in mehreren Berliner Kneipen kann man mit Bitcoins zahlen – allerdings tun Kunden das bislang nur in Einzelfällen.

Wie entstehen neue Bitcoins?

Neue Bitcoins müssen berechnet werden. Anfangs konnte jeder PC Bitcoins „schürfen“. Inzwischen sind die Rechnungen so komplex geworden, dass sie nur noch Hochleistungscomputer bewältigen. Professionelle Bitcoin-Schürfer koppeln ihre Computer zusammen.

Wie viele Bitcoins gibt es?

Die Anzahl der Bitcoins ist mathematisch auf maximal 21 Millionen begrenzt. Je größer die umlaufende Menge ist, desto aufwendiger wird, neue Einheiten zu berechnen. Professor Rainer Böhme von der Uni Münster geht davon aus, dass der letzte Bitcoin im Jahr 2140 erzeugt wird.

Wo werden Bitcoins gehandelt?

Im Internet gibt es etwa 60 Umschlagplätze für Bitcoins. Die mit Abstand größte Börse war lange Zeit Mt. Gox mit Sitz in Tokio. Doch die Japaner meldeten Insolvenz an. Weitere Tauschbörsen sind Coinbase, Kraken, BitStamp, Circle und BTC China. Die nach eigenen Angaben größte Bitcoin-Börse in Deutschland, Bitcoin.de, hat ihren Sitz in Herford bei Bielefeld.

Wie hat sich der Kurs entwickelt?

Seit dem Start 2009 haben Bitcoins stark zugelegt. Im Dezember 2013 kostete ein Bitcoin mehr als 1100 Dollar. Nach der Pleite der Handelsplattform Mt. Gox Anfang 2014 rutschte der Kurs enorm ab. Zum Jahreswechsel 2014 steht er etwas über 300 Dollar.

Ist der Handel mit Bitcoins legal?

In Deutschland können Nutzer laut Bafin ohne Erlaubnis mit der Cyber-Währung bezahlen. Auch das so genannte „Mining“ – die Schöpfung von Bitcoins – ist erlaubt. Allerdings können beim Rücktausch in Euro Steuern fällig werden.

von Andreas Dörnfelder

Bitcoins können im Internet mit etablierten Währungen wie Dollar oder Euro gekauft werden. Sie kommen vor allem bei Zahlungen im Internet zum Einsatz. Die Idee hinter der virtuellen Währung ist ein Geldsystem, das ohne zentrale Kontrollinstanz auskommt, also unabhängig ist von Regierungen, Zentralbanken und Geschäftsbanken.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

07.11.2013, 08:19 Uhr

ich persönlich mag Bitcoins.

Ich finde 1-2% in Bitcoins zu haben, kann kein Fehler sein.

Im Moment schießen sie nur so nach oben, was kurzfristig nach einer Korrektur riecht...

mburrows

07.11.2013, 10:30 Uhr

Der derzeitige Kursanstieg wird wohl hauptsächlich durch das wachsende Interesse Chinas an den Bitcoins ausgelöst. Sogar das chin. Staatsfernsehen hat einen positiven Beitrag über Bitcoin ausgestrahlt.
Die chinesische Börse ist derzeit die Umsatzstärkste vor allen USD-Börsen.

siehe:
http://bitcoincharts.com/markets/

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