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09.10.2014

08:40 Uhr

Dollar schwächelt

Euro und Yen machen Boden gut

Der Dollar schwächelt, Euro und Yen holen auf. Spekulationen auf eine spätere Zinswende haben die US-Währung am Donnerstag abrutschen lassen. Ein starker Dollar könnte der Wirtschaft schaden, warnen Notenbanker.

Zum Euro und Yen hat der US-Dollar am Donnerstag verloren. dpa

Zum Euro und Yen hat der US-Dollar am Donnerstag verloren.

FrankfurtSpekulationen auf eine spätere Zinswende als zuletzt gedacht haben am Donnerstag dem Dollar zu schaffen gemacht. Zum Yen rutschte er auf 107,78 Yen von 108,08 Yen am Vorabend in New York. Auch der Euro zog an und notierte mit 1,2744 Dollar rund einen US-Cent über dem EZB-Referenzwert vom Vortag.

Schon in New York hatte er am Vorabend die Marke von 1,27 Dollar geknackt. Aus den am Mittwochabend veröffentlichten Protokollen der Zinssitzung der US-Notenbank vom September war hervorgegangen, dass die Fed den Zeitpunkt für eine Straffung der ultralockeren Geldpolitik primär von der Konjunkturlage abhängig machen will.

Dollar, Euro, Pfund - die Weltwährungen im Vergleich

1999

Anteil an weltweiten Währungsreserven:

Dollar: 66,4 Prozent
Euro: 22 Prozent
Yen: 7,1 Prozent
Pfund: 2,7 Prozent
Sonstige*: 1,5 Prozent

*exklusive Schweizer Franken

Quelle: EZB, Juli 2013

2000

Dollar: 66,6 Prozent
Euro: 23,6 Prozent
Yen: 7,3 Prozent
Pfund: 2,7 Prozent
Sonstige: 1,4 Prozent

2001

Dollar: 63,5 Prozent
Euro: 25,5 Prozent
Yen: 6,8 Prozent
Pfund: 2,7 Prozent
Sonstige: 1,1 Prozent

2002

Dollar: 62,1 Prozent
Euro: 27,7 Prozent
Yen: 5,5 Prozent
Pfund: 2,6 Prozent
Sonstige: 1,4 Prozent

2003

Dollar: 64,7 Prozent
Euro: 25,8 Prozent
Yen: 4,8 Prozent
Pfund: 2,5 Prozent
Sonstige: 1,9 Prozent

2004

Dollar: 66,3 Prozent
Euro: 24,2 Prozent
Yen: 4,6 Prozent
Pfund: 2,8 Prozent
Sonstige: 1,9 Prozent

2005

Dollar: 64,3 Prozent
Euro: 25,9 Prozent
Yen: 3,2 Prozent
Pfund: 2,7 Prozent
Sonstige: 1,7 Prozent

2006

Dollar: 65,1 Prozent
Euro: 25 Prozent
Yen: 4,2 Prozent
Pfund: 3,6 Prozent
Sonstige: 1,8 Prozent

2007

Dollar: 65,9 Prozent
Euro: 24,2 Prozent
Yen: 3,9 Prozent
Pfund: 2,7 Prozent
Sonstige: 1,9 Prozent

2008

Dollar: 64,6 Prozent
Euro: 25,2 Prozent
Yen: 3,3 Prozent
Pfund: 4,5 Prozent
Sonstige: 2,2 Prozent

2009

Dollar: 63,4 Prozent
Euro: 25,9 Prozent
Yen: 3,2 Prozent
Pfund: 4,3 Prozent
Sonstige: 3,1 Prozent

2010

Dollar: 62,1 Prozent
Euro: 25,8 Prozent
Yen: 3,5 Prozent
Pfund: 4,1 Prozent
Sonstige: 4,5 Prozent

2011

Dollar: 62,2 Prozent
Euro: 25,1 Prozent
Yen: 3,2 Prozent
Pfund: 4 Prozent
Sonstige: 5,4 Prozent

2012

Dollar: 61,9 Prozent
Euro: 23,9 Prozent
Yen: 3,9 Prozent
Pfund: 4 Prozent
Sonstige: 6,1 Prozent

Ein starker Dollar könnte Teilen der Wirtschaft schaden und die Inflation bremsen, warnten die Notenbanker.

„Der Dollarkurs wirkt de facto wie eine Straffung der Geldpolitik und gibt der Fed damit mehr Zeit, die Zinswende einzuleiten“, sagte ein Händler. Helaba-Analyst Ralf Umlauf urteilte: „Insgesamt scheinen es die Währungshüter nicht besonders eilig zu haben, die Leitzinswende einzuleiten.“

Die Zinswende wird erst für Mitte 2015 erwartet. Unter Händlern setzt sich nun verstärkt die Einschätzung durch, dass dies erst im dritten und nicht schon im zweiten Quartal 2015 kommen dürfte.

Von

rtr

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