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31.08.2011

09:21 Uhr

Dollar

Weiter in der Defensive

Die US-Notenbank verliert an Glaubwürdigkeit. Die Diskussion um die Niedrigzinspolitik belastet heute auch den Dollar.

Notenbankchef Ben Bernanke musste für das ungewöhnliche Versprechen, den Leitzins für die nächsten zwei Jahre niedrig zu halten, heftige Kritik einstecken. Jetzt sorgt die Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls für Aufsehen. Quelle: dapd

Notenbankchef Ben Bernanke musste für das ungewöhnliche Versprechen, den Leitzins für die nächsten zwei Jahre niedrig zu halten, heftige Kritik einstecken. Jetzt sorgt die Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls für Aufsehen.

FrankfurtAngesichts der Uneinigkeit unter den obersten Notenbankern der USA über die Gestaltung der Geldpolitik ist der Dollar am Mittwoch in der Defensive geblieben. Zu einem Korb aus sechs Währungen bewegte er sich 0,1 Prozent niedriger. Zum japanischen Yen gab er 0,2 Prozent nach auf 76,58 Yen. Das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung hatte belegt, dass drei Mitglieder des für die Zinspolitik zuständigen Offenmarktaussschusses (FOMC) gegen die Festlegung auf eine langfristige Zinspolitik waren. Zudem wurde klar, dass einige FOMC-Mitglieder noch erheblich weiter gehen wollten. Unter anderem wurde diskutiert, die Zinsen so lange bei Null zu belassen, bis eine bestimmte Arbeitslosenquote erreicht sei. „Mit halbwegs verantwortungsvoller Geldpolitik hat das nichts mehr zu tun. Eine Notenbank, die solange die Zinsen bei Null belässt, bis ein bestimmtes Beschäftigungsniveau erreicht ist, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit galoppierende Inflation erzeugen“, kommentierte die Commerzbank. „Für den Dollar wird das Protokoll eine Belastung bleiben. Denn wer solche absurden Vorschläge auch nur diskutiert, dem muss der Markt erst einmal alles zutrauen. Das wichtigste Asset einer Währung aber ist eine glaubwürdige Notenbank.“

Der Euro notierte um 1,4445 Dollar und damit leicht über dem Vortagesschluss. Die zehnjährigen Bundesanleihen lagen neun Ticks niedriger bei 109,82 Zählern und rentierten mit 2,131 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Pendler

31.08.2011, 10:09 Uhr

Warum muss man einer Notenbank vertrauen?

Es gibt gewisse Fakten und es gibt Geld. Vertrauen zur Notenbank ist nur nötig, wenn man Hilfe von ihr will. Genau das aber sollte man sich wohl langsam abgewöhnen, dass man Schulden- über schulden macht und die Notenbanken sollen dann die Leitung der Staaten übernehmen.

Naja, die Helden der Teaparty werden helfen, dass der Schulden- und Staatswahnsinn endlich zurück gefahren wird.

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