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11.03.2016

10:56 Uhr

Draghi und die EZB

Gold so teuer wie seit einem Jahr nicht mehr

Mit seiner Ankündigung, nach den neu beschlossenen EZB-Maßnahmen die Märkte erstmal nicht weiter zu fluten, würgte Mario Draghi schnell jede Feierstimmung ab. Das verhalf dem sicheren Hafen Gold zum Kurssprung.

Der EZB-Präsident sieht sich schwierigen Märkten gegenüber, davon profitiert die Krisenwährung Nummer Eins. dpa

Ein lächelnder Mario Draghi

Der EZB-Präsident sieht sich schwierigen Märkten gegenüber, davon profitiert die Krisenwährung Nummer Eins.

Der Goldpreis hat nach Äußerungen des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) deutlich zugelegt und am Freitag den höchsten Stand seit einem Jahr erreicht. In der Spitze mussten die Anleger für eine Feinunze (etwa 31 Gramm) an der Börse in London 1284,64 US-Dollar hinblättern. Damit ist Gold so wertvoll wie zuletzt im Februar 2015.

Bereits seit Jahresbeginn ist der Goldpreis auf Erholungskurs. Zuletzt haben laut Experten Äußerungen des EZB-Chefs Mario Draghi dem Edelmetall Auftrieb gegeben. Der deutliche Preisanstieg sei erfolgt, nachdem Draghi am Donnerstag geäußert habe, dass er weitere Zinssenkungen derzeit nicht für nötig erachte, meinen Experten der Australia & New Zealand Banking Group. „Der geänderte geldpolitische Kurs wird die Goldkäufe stützen.“

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Draghi hatte zwar ein umfassendes Paket geldpolitischer Lockerungen vorgelegt und damit den Euro zunächst geschwächt. Während der Pressekonferenz im Anschluss an die Entscheidungen stieg die Gemeinschaftswährung jedoch weit über ihr Ausgangsniveau hinaus. Im Gegenzug wurde der Dollar geschwächt. Da Gold zumeist in Dollar gehandelt wird, verbilligt sich dadurch das Edelmetall gemessen in anderen Währungen. Das steigert die globale Nachfrage und lässt dadurch den Goldpreis steigen.

Von

dpa

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