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11.08.2015

13:05 Uhr

Edelmetall

Angst vor „Währungskrieg“ treibt den Goldpreis

Die Goldpreise sind am Dienstag um mehr als einen Prozent gestiegen. Analysten sehen den Grund in der überraschenden Abwertung des chinesischen Yuan. Sie fürchten, dass andere asiatische Staaten nun nachziehen.

Nach der Abwertung des chinesischen Yuan setzen Anleger wieder vermehrt auf Gold. Das treibt den Preis nach oben. dpa

Goldbarren

Nach der Abwertung des chinesischen Yuan setzen Anleger wieder vermehrt auf Gold. Das treibt den Preis nach oben.

FrankfurtAus Furcht vor den längerfristigen Folgen der überraschenden Abwertung des chinesischen Yuan haben sich Anleger am Dienstag wieder mit Gold eingedeckt. Die „Antikrisen-Währung“ verteuerte sich um bis zu 1,3 Prozent auf 1119 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

„Offenbar profitiert Gold von der Angst, dass dies eine neue Runde im 'Währungskrieg' einläutet“, sagte Analyst Matthew Turner von der Bank Macquarie. Außerdem schüre es die Furcht vor einer Abkühlung der Weltwirtschaft, was das Edelmetall als sicheren Anlagehafen ebenfalls attraktiv mache.

Andere Börsianer verwiesen auf die schlechter als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag. Sie nährten Zweifel, dass die Notenbank Fed die Zinswende schon im September einleitet. Die People's Bank of China (PBoC) wertete den Yuan am Dienstag um zwei Prozent ab, um chinesische Waren auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähiger zu machen und die heimische Konjunktur anzukurbeln.

Einige Anleger werteten dies als Zeichen, dass es um die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft schlechter bestellt ist als gedacht. Außerdem könnten sich vor allem asiatische Staaten gezwungen sehen, ihre Währungen nun ebenfalls abzuwerten, um im internationalen Kampf um Marktanteile gegenüber China nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Als Reaktion auf den Schritt der Notenbank war der Goldpreis zunächst jedoch um ein Prozent gefallen. Das Reich der Mitte ist der weltweit größte Abnehmer für das Edelmetall und die Abwertung der heimischen Währung macht es für chinesische Käufer teurer.

Niedriger Goldpreis: Lohnt der Einstieg?

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Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Peter Lustig

11.08.2015, 15:50 Uhr

Mehr als einen Prozent. Wuuuaaooowww.
Aber sonst gibts nichts Neues?

Herr Manfred Zimmer

11.08.2015, 16:14 Uhr

Es heißt, dass die Banken die Zinsindices manipulierten und werden abgestraft.

Die EZB hat den Zins massivst manipuliert und wird scheinbar nicht einmal vom Markt abgestraft.

Ob der Goldpreis manipuliert ist, dass wissen wir nicht. Wir wissen jedoch, dass die Notenbanken in ihren Bilanzen physisches Gold mit Goldforderungen in der gleichen Bilanzposition. Von der Seite betrachtet dürfte wohl niemand wissen, ob der Goldpreis manipuliert ist oder nicht. Die einzigen Marktteilnehmer, die es genau wissen, sind die, die physisches Gold in eigenen Händen halten. 1 kg Gold ist unverändert 1 kg Gold geblieben. Darauf gab es auch keine Negativzinsen.

Bei allem negativem was man zum Gold sagen könnte, muss man feststellen, dass physisches Gold ein knappes Gut ist und nicht beliebig vermehrt werden kann. Das kann man von Währungen nicht behaupten.

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