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23.01.2014

15:40 Uhr

Edelmetall

China steigt zur größten Goldnation auf

China kauft erstmals mehr Gold als jedes andere Land auf der Erde. Die Verkäufer sitzen in Nordamerika und Europa. Die Zahlen untermauern einen Trend, der seit Jahren im Gange ist: Ein Transfer von West nach Ost.

Ein Model präsentiert goldene Unterwäsche in einem Juwelierladen im chinesischen Wuhan. AFP

Ein Model präsentiert goldene Unterwäsche in einem Juwelierladen im chinesischen Wuhan.

Nirgendwo sonst ist die Nachfrage nach Gold so groß wie in China. Nach Zahlen des Thomson Reuters GFMS Gold Survey kletterte die Nachfrage in China im vergangenen Jahr auf 1189,8 Tonnen – ein Anstieg um 32 Prozent. Die am Donnerstag veröffentlichten Zahlen beruhen auf Schätzungen.

Indien rutscht damit auf Platz zwei. Zwar stieg die Nachfrage 2013 auch hier, allerdings nur um fünf Prozent auf 987,2 Tonnen. Die indische Regierung bremste den Anstieg durch Importzölle und höhere Steuern. In China gab es derartige Beschränkungen nicht. Das berichtete zuerst die britische „Financial Times“.

Die Goldreserven der Staaten

USA

Goldschatz: 8.133,5 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 75,7 Prozent

Stand: Januar 2014

Deutschland

Goldschatz: 3.387,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,8 Prozent

Internationaler Währungsfonds (IWF)

Goldschatz: 2.814 Tonnen

Italien

Goldschatz: 2.451,8 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,1 Prozent

Frankreich

Goldschatz: 2.435,4 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 70,5 Prozent

China

Goldschatz: 1.054,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 1,7 Prozent

Schweiz

Goldschatz: 1.040,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 10,6 Prozent

Russland

Goldschatz: 1.015,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,5 Prozent

Japan

Goldschatz: 765,2 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 3,2 Prozent

Niederlande

Goldschatz: 612,5 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 59,7 Prozent

Indien

Goldschatz: 557,7 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,9 Prozent

Türkei

Goldschatz: 506,3 Tonnen

Europäische Zentralbank (EZB)

Goldschatz: 502,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 32,9 Prozent

Während die Nachfrage in Asien deutlich anzog, ließ sie in Nordamerika und Europa kräftig nach. Die Investoren im Westen trennten sich in großem Stil von Gold, was den Preis abrutschen ließ. Im vergangenen Jahr fiel der Goldpreis um mehr als 25 Prozent auf 1250 Dollar je Feinunze. Es war das schlechteste Jahr für Gold seit drei Jahrzehnten. Doch der Absturz wäre noch größer ausgefallen, hätten Chinesen und Inder nicht dagegen gehalten. Die Zahlen untermauern einen Trend, der bereits seit Jahren im Gange ist: Ein Transfer von physischem Gold – also Barren und Münzen – von West nach Ost. Es handele sich um die größte Verschiebung auf dem Goldmarkt in der Geschichte, schreibt GFMS in dem Report.

China ist zuletzt auch zum größten Produzenten von Gold aufgestiegen. Im vergangenen Jahr wurden 437,3 Tonnen gefördert. Die Reserven der chinesischen Zentralbank beliefen sich nach Angaben aus dem Jahr 2009 auf 1054 Tonnen. Seitdem sind keine offiziellen Zahlen veröffentlicht worden.

Von

hac

Kommentare (22)

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hein

23.01.2014, 16:21 Uhr

..und was bedeutet dieser Goldkauf durch die Chinesen? Nun,-.......nun.....das es bald zu einem nie dagewesenen Wirtschaftszusammenbruch kommen wird. Glauben Sie nicht? Wird so sein, da wir Kleingläubigen ohnehin nicht mehr zur Diskussion stehen. Jetzt ist es China, welches die Vorgangen gibt. Und die sind uns meilenweit entfernt.. und sehen schon das Gras der nächsten Jahre wachsen sehen..

Seismograph

23.01.2014, 16:24 Uhr

Bei 437 To Eigenproduktion, wobei die Chinesen keine Unze davon verkaufen und noch dazu importieren, duerfte deren besxtand heute um die 3.000 To liegen, wenn nicht bei bedeutend mehr! Aber das wird wohl bald ans Tageslicht kommen, auch beim Mainstream wie dem HB, wo solche Zahlen noch verschwiegen werden!
Gemessen an dem angeblich 2. groessten Goldbesitzer, dessen Glodbestaende jedoch konfisziert sind, bereits an 2. Stelle der Goldbesitzer! Wohlgemerkt, das chinesische Gold ist sicher in deren Besitz, nicht nur in irgendwelchen Bilanzen!

G4G

23.01.2014, 16:32 Uhr

Tja so ist es, China wird die No. One und bei den Amis und in Euroland geht das Licht aus.
Problem: Wohin soll China's Exportwirtschaft den den ganzen Massenkonsum dann noch hinexportieren ?
$ und € sind nix wert und dehalb hortet China Gold als nicht vermehrbaren Währungsschatz.
Das ist und war klug.
Sobald die Goldpapierzocker gestellt sind und den Kurs nicht mehr manipulieren können, fallen Aktien in ein Loch und Gold geht durch die Decke.

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