Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.01.2013

14:18 Uhr

Edelmetall

Goldman Sachs prophezeit Gold-Rally

In den nächsten drei Monaten wird der Goldpreis kräftig steigen - erwarten die Experten der Investmentbank Goldman Sachs. Jetzt sei ein guter Zeitpunkt, um Gold zu kaufen. Die Gründe liegen in den USA.

Aktuell liegt der Goldpreis bei rund 1690 Dollar je Feinunze. Reuters

Aktuell liegt der Goldpreis bei rund 1690 Dollar je Feinunze.

Goldman Sachs rät Investoren, auf einen steigenden Goldpreis zu setzen. „Wir sehen den aktuellen Preis als gutes Niveau zum Aufbau neuer Long-Positionen“, schrieben die Analysten Damien Courvalin und Alec Phillips in einer Studie. Sie bekräftigten dabei das Drei-Monats-Kursziel von 1.825 Dollar je Feinunze.

Als Gründe für diese Erwartung nannten die Analysten eine Abschwächung der weltgrößten Volkswirtschaft und den Versuch des US-Gesetzgebers, die Schuldenobergrenze anzuheben. „Die hiermit verbundenen Unsicherheiten und die Prognosen unserer Volkswirte für ein schwaches Wachstum des US-Bruttoinlandsprodukts im ersten Halbjahr 2013 angesichts der Belastung durch höhere Steuern werden den Goldpreis anheizen“, prognostizierten sie.

Was 2012 aus 1.000 Euro wurde

Zypriotische Aktien (CSE)

407 Euro

Öl (WTI)

899 Euro

Spanische Aktien (Ibex)

968 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

989 Euro

Sparbuch (Durchschnitt)

1005 Euro

Tagesgeld (Durchschnitt)

1014 Euro

US-Staatsanleihen

1029 Euro

Gold

1034 Euro

Bundesanleihen

1038 Euro

Dow Jones

1049 Euro

Silber

1052 Euro

Nikkei 225

1069 Euro

EuroStoxx 50

1149 Euro

Schweizerische Aktien (SMI)

1167 Euro

Italienische Staatsanleihen

1203 Euro

Euro-Unternehmensanleihen (Non-Investment-Grade)

1242 Euro

Irische Staatsanleihen

1297 Euro

Dax

1299 Euro

Griechische Aktien (ASE)

1342 Euro

Griechische Staatsanleihen (inkl. Schuldenschnitt, ohne Rückkauf)

1452 Euro

Türkische Aktien (ISE 100)

1576 Euro

Venezolanische Aktien (IBC)

2882 Euro

Ein Anstieg des Goldpreises auf 1.825 Dollar würde den Kursbewegungen bei früheren Entscheidungen zur Schuldenobergrenze entsprechen, schrieben die Analysten in der Studie. Seit 1960 hat der US-Kongress nach Angaben des amerikanischen Finanzministeriums die Schuldenobergrenze bereits 79 Mal angehoben oder geändert.

Zweifel an der Rally: Wie lange glänzt Gold noch?

Zweifel an der Rally

Wie lange glänzt Gold noch?

Der Goldpreis ist unter Druck geraten. Geht es nach der jahrelangen Rally nun abwärts?

Das US-Finanzministerium hatte mitgeteilt, dass die USA ihre Schuldenobergrenze von 16,4 Billionen Dollar (12,3 Billionen Euro) zwischen Mitte Februar und Anfang März überschreiten werden. Die Finanzierung der US-Behörden läuft am 27. März aus, so dass neue Mittel genehmigt werden müssen. Ebenfalls im März drohen erneut die automatischen Ausgabenkürzungen, die durch den Steuerkompromiss am 1. Januar nur aufgeschoben worden waren.

Die Goldreserven der Staaten

USA

Goldschatz: 8.133,5 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 75,7 Prozent

Stand: Januar 2014

Deutschland

Goldschatz: 3.387,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,8 Prozent

Internationaler Währungsfonds (IWF)

Goldschatz: 2.814 Tonnen

Italien

Goldschatz: 2.451,8 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,1 Prozent

Frankreich

Goldschatz: 2.435,4 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 70,5 Prozent

China

Goldschatz: 1.054,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 1,7 Prozent

Schweiz

Goldschatz: 1.040,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 10,6 Prozent

Russland

Goldschatz: 1.015,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,5 Prozent

Japan

Goldschatz: 765,2 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 3,2 Prozent

Niederlande

Goldschatz: 612,5 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 59,7 Prozent

Indien

Goldschatz: 557,7 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,9 Prozent

Türkei

Goldschatz: 506,3 Tonnen

Europäische Zentralbank (EZB)

Goldschatz: 502,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 32,9 Prozent

Im vergangenen Quartal war Gold um 5,5 Prozent gefallen und hatte damit die schwächste Entwicklung seit 2008 verzeichnet. Das Edelmetall hatte unter den Erwartungen einer wirtschaftlichen Erholung in den USA und einem möglichen Ende der stützenden Maßnahmen der US-Notenbank gelitten. Trotz der Abschwächung im Schlussquartal hatte Gold 2012 auf Jahressicht bereits das zwölfte Mal in Folge zugelegt. Nach Daten von Bloomberg erreichten die Bestände von börsengehandelten Fonds im Dezember ein Rekordniveau erreicht.

Kommentare (44)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Holzmann

21.01.2013, 14:34 Uhr

Das ist der Startschuss um sukzessive die eigenen Bestände
zu verscherbeln, bevor einem die Barren auf die Füße fallen.
Der goldene Schuß von Goldmann

Account gelöscht!

21.01.2013, 14:51 Uhr

Angesichts globaler Billionen-Verschuldung (USA, Japan, Europa, vom Osten will ich gar nicht erst reden) und sich überall abzeichnender Rezessionen/Depressionen ?
Da wäre ich vorsichtig.

Account gelöscht!

21.01.2013, 14:52 Uhr

Nebelkerzen...
erst letzte Woche las ich die Schlagzeile: Goldman Sachs sieht den Goldpreis einbrechen. Bestenfalls kann man Empfehlungen dieser Bank als Kontraindikator werten.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×