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16.09.2011

12:18 Uhr

Edelmetall

Goldpreis steuert auf Rekordverlust zu

Die Notenbanken verleihen massenhaft Dollar-Devisen, die Euro-Krise verschärft sich zumindest nicht weiter - Grund genug, für viele Anleger, zu investieren. Aber nicht in die Angstwährung Gold, die weiter fällt.

Goldbarren zu je 100 Gramm. dpa

Goldbarren zu je 100 Gramm.

Frankfurt/LondonDie anhaltende Vorliebe der Anleger für Aktien hat dem Goldpreis am Freitag weiter zugesetzt. Der Preis für das Edelmetall sackte um bis zu 1,4 Prozent auf 1763 Dollar pro Feinunze ab und bewegte sich damit auf den größten Wochenverlust seit März 2009 zu. Die Dollar-Hilfen der Notenbanken für europäische Geldhäuser sowie das Ausbleiben neuer Hiobsbotschaften in der Euro-Schuldenkrise sorgten für Kauflaune an den Aktienmärkten. Dem Goldpreis werde wahrscheinlich auch zusetzen, dass von der US-Notenbank Fed kurzfristig keine Lockerung der Geldpolitik zu erwarten sei, sagte Tom Pawlicki, Analyst bei MF Global. Auch technische Faktoren sprächen dafür, dass der Goldpreis bis in eine Spanne zwischen 1700 und 1750 Dollar pro Feinunze fallen könne.

In der vergangenen Woche trieb die Sorge vor einer Eskalation der Schuldenkrise die Investoren noch in den vermeintlich „sicheren Hafen“ Gold, und der Preis für die Feinunze erreichte zeitweise ein Rekordhoch bei 1920 Dollar. Seit Montag sorgt eine leichte Entspannung in der europäischen Schuldenkrise für eine starke Erholung an den Aktienmärkten. Die Anleger seien wieder risikofreudiger und schichten ihr Geld von Gold in Aktien um, hieß es von Händlern. Die Anleger hofften beim heutigen Treffen der Euro-Finanzminister auch auf eine Einigung im Streit um Garantien für neue Griechenland-Hilfsmilliarden.

Von

rtr

Kommentare (9)

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Goodie

15.09.2011, 19:48 Uhr

Wahrscheinlich beginnt jetzt das, was Deflationisten seit
langem voraus sagen. Gold wird wieder zu dem, was es
eigentlich ist, ein nutzloses Metall, insbesondere dann.
wenn die überwiegende Anteil kreditfinanziert wird.

Account gelöscht!

16.09.2011, 04:36 Uhr

Mit diesem "nutzlosen Metall" im Tresor lebe ich ruhiger als mit Euros oder Dollars auf dem Konto, denn es hat sich an der Schuldenmacherei nichts geändert und die Monopolywährungen verlieren immer mehr an Wert.

andy

16.09.2011, 05:29 Uhr

... nicht zu vergessen, dass der Euro schon hinter vorgehaltener Hand als "Auslaufmodell" gilt, aber besagtes sog. "nutzloses Metall" sogar die potentielle Wiedereinführung der D-Mark erleben wird.

Beim Euro fällt mir der Satz aus Guy Henkels uraltem Textadventure "Ooze" aus der Homecomputer-Ära ein: "Sagen wir, es war ein Versuch, und reden wir nicht mehr drüber" ;)

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