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11.04.2011

07:52 Uhr

Edelmetall-Rally

Gold und Silber werden immer teurer

Verglichen mit anderen Rohstoffen hat Gold seit Jahresbeginn kaum zugelegt. Genau das sorgt jetzt für neues Interesse an dem Edelmetall. Noch gefragter ist Silber, das so teuer ist wie seit 1980 nicht mehr.

Wertvolle Barren: Der Silberpreis ist seit Jahresanfang um 30 Prozent gestiegen. Quelle: dpa

Wertvolle Barren: Der Silberpreis ist seit Jahresanfang um 30 Prozent gestiegen.

DüsseldorfAnhaltende Inflationsängste und die aktuelle Dollar-Schwäche haben Anleger am Montag erneut in den „sicheren Hafen“ Edelmetalle getrieben. Gold kletterte den fünften Tag in Folge auf ein neues Rekordhoch und kostete zeitweise 1476,21 Dollar je Feinunze. Silber war mit einem Preis von bis zu 41,93 Dollar so teuer wie seit 1980 nicht mehr.

Mit dem erneuten Anstieg bauten die Edelmetallpreise ihre Gewinnserie auf neun aufeinanderfolgende Handelstage aus. So lang waren die Preise am Stück seit März 2008 nicht mehr gestiegen. Hintergrund des Anstiegs ist neben der Sorge vor Inflation vor allem die Dollar-Schwäche. Ein Euro ist mittlerweile fast 1,45 Dollar wert.
"Rohstoffe haussieren durch die Bank, das verschärft den Inflationsausblick", sagte Chae Un Soo, Händler bei KEB Futures in Seoul, der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Immer mehr Investoren suchen in diesem Umfeld Schutz bei Edelmetallen."
Verglichen mit anderen Rohstoffen hat Gold im laufenden Jahr nur leicht zugelegt: Der Dollar-Preis stieg um lediglich gut drei Prozent, in Euro gemessen verlor Gold sogar vier Prozent an Wert. Zum Vergleich: Der Preis für Baumwolle hat seit Jahresbeginn fast 50 Prozent zugelegt und auch Öl hat sich um 30 Prozent verteuert.

Anders sieht es am Silbermarkt aus: Mit einem Anstieg von 30 Prozent hat das Edelmetall Gold klar in den Schatten gestellt. Dennoch gilt Silber am Markt als aussichtsreiche: Investoren betrachteten es als "günstige Möglichkeit" der Wertaufbewahrung, schrieben die Analysten von Morgan Stanley vergangene Woche in einer Studie. Ihre Prognose für den Durchschnittspreis hoben sie um ein Fünftel an, mit 31,39 Dollar je Unze im Jahresverlauf liegt dieser allerdings deutlich unter dem aktuellen Wert.

Kommentare (5)

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mono

11.04.2011, 08:34 Uhr

Die G10 Banker sassen bis vor Kurzem angeblich auf Silber Shortpositionen (Forwards und Swaps) in Höhe des 10-fachen der Silber-Jahresförderung. Die immer vermuteten Preismanipulationen über massives Shortselling durch JPM und HSBC sind durch die reale Nachfrage aber unmöglich geworden sind.
Der Effekt von " Quantitative Easing" wird sichtbar.
Gold und Silber wird immer mehr zu dem was es immer war, eine Währung und kein Rohstoff.

Manu

11.04.2011, 09:59 Uhr

Silber und Gold ist Geld.
Unser "Papiergeld" ist Schuldgeld, Kreditgeld, Fiat-Money kreiert aus der Luft.
Aber die tumben Menschen erkennen dieses perverse Spiel nicht.
Sie "glauben" es ist normal und hinterfragen nichts - wie dumme, gehirngewaschene Schafe.....traurig

Gardian

11.04.2011, 10:09 Uhr

Ich glaube schon, dass denen Menschen bewusst ist, dass das normale Papiergeld auf Dauer nichts mehr Wert sein wird. Es ist jedoch immer noch eine Hemmschwelle in die Bank zu gehen und das ersparte Geld gegen Gold oder Silber zu tauschen.
Teilweise wird man in der Verwandschaft oder auch bei den Banken als "Verschwörungsbefürworter" angesehen.
Meine Frau und ich haben 1/3 von unseren Ersparnissen in Gold und Silber getauscht.
Noch vertrauen wir dem Papiergeld auch, möchten jedoch immer wirklich "schlimmsten Fall" ein wenig abgesichert sein. Unsere Münzen werden dann sowieso den Verlust vom Papiergeld wieder aufwerten.

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