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21.01.2014

15:03 Uhr

Edelmetall

Starker Dollar macht Gold zu schaffen

Für Käufer ist Gold momentan außerhalb der USA unattraktiv. Das Edelmetall leidet unter dem starken US-Dollar: Es verbilligt sich, nachdem der Dollar-Index auf ein Zweieinhalb-Monats-Hoch gestiegen ist.

Der Goldpreis verbilligte sich um bis zu 1,9 Prozent auf 1243,40 Dollar je Feinunze. dpa

Der Goldpreis verbilligte sich um bis zu 1,9 Prozent auf 1243,40 Dollar je Feinunze.

FrankfurtDer starke US-Dollar hat Gold am Dienstag erneut zu schaffen gemacht. Das Edelmetall verbilligte sich um 0,4 Prozent auf 1247,70 Dollar je Feinunze, nachdem der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen wie Euro oder Yen widerspiegelt, auf ein Zweieinhalb-Monats-Hoch von 81,348 Punkten gestiegen war. Eine Aufwertung der US-Valuta macht Gold für Käufer außerhalb der USA unattraktiver. Verstärkt werde der Verkaufsdruck durch die anhaltenden Spekulationen um die US-Geldpolitik, sagte Analyst Robin Bhar von der Societe Generale (SocGen).

An den Finanzmärkten wird seit Wochen darüber diskutiert, wann und wie stark die Fed die geldpolitischen Zügel anziehen wird. Dies ist ein wichtiger Faktor für die weitere Entwicklung des Dollar-Wechselkurses. Zum Jahreswechsel drosselte sie ihre Wertpapierkäufe, mit denen sie bis dahin zur Stützung der Konjunktur monatlich 85 Milliarden Dollar in die Finanzmärkte gepumpt hatte, auf 75 Milliarden Dollar. Einige Investoren setzen rechnen nun damit, dass der Fed-Offenmarktausschuss (FOMC), der die US-Geldpolitik bestimmt, bei seiner Sitzung in der kommenden Woche eine weitere Reduzierung beschließt.

Von

rtr

Kommentare (3)

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compact-magazin_com

21.01.2014, 15:23 Uhr

Während die westlichen Mainstreammedien und einflussreiche US-Finanzkreise schon Nachrufe auf Gold als Kapitalanlage veröffentlichen, stocken mächtige Länder im Osten ihre Goldreserven auf. Noch ist ein vergleichsweise moderater Goldpreis im nachvollziehbaren Interesse Chinas, das 2014 erneut etwa 1000 Tonnen Gold kaufen möchte. Doch das könnte sich bald ändern. Wer immer dann versuchen wird, den Goldpreis zu manipulieren, legt sich mit einer der mächtigsten Volkswirtschaften der Welt an.

Das vergangene Jahr war für Goldanleger sicher nicht eben glänzend. Tatsächlich verlor das Edelmetall beinahe ein Drittel seines Wertes. Und in den gleichgeschalteten Mainstreammedien erschienen bereits die ersten Abgesänge auf den angeblich nicht mehr existierenden "sicheren Hafen". ZEIT Online schrieb sogar von einer "großen Gold-Pleite".

Ein Minus von rund 30 Prozent mag zwar ein
herber Rückschlag sein, doch zur ganzen Wahrheit gehört auch, dass der Goldpreis zwischen 2001 und Ende 2013 um sage und schreibe über 340 Prozent gestiegen ist.

Das entspricht einem formidablen Wertzuwachs von durchschnittlich 13 Prozent pro Jahr.
Wahrlich keine Pleite.
Die erleben Anleger zurzeit eher bei den von den Mainstreammedien politisch korrekten und einstmals hochgelobten "grünen Investments", wie etwa SolarWorld und Prokon.

Die meisten privaten Anleger haben sich nicht von ihren goldenen Reserven getrennt, sondern vielfach den Preisabschlag genutzt, um günstig ihre Bestände aufzustocken. Während an den Immobilienmärkten und an den Börsen derzeit gefährliche Blasen entstehen, befindet sich der Goldpreis trotz eines guten Starts ins neue Jahr immer noch auf einem interessanten Kaufniveau.

Der US-Großinvestor George Soros, von den Mainstreammedien im vergangenen Jahr gern als Kronzeuge für einen baldigen Goldpreiscrash angeführt, scheint inzwischen seine Meinung wieder geändert zu haben. Vor einigen Wochen kaufte er immerhin einen nennenswerten Anteil an Vectors Gold Miners ETF.

mmnews_de

21.01.2014, 15:32 Uhr

Starker Dollar?

Nach der Einigung in den USA über den Haushalt und über die Schuldenobergrenze ist es dort um die Schulden extrem ruhig geworden. Politiker und Medien versuchen auch immer wieder den Eindruck zu vermitteln, dass sie alles unter Kontrolle haben. Doch lassen wir uns nicht davon täuschen. Das entspricht keineswegs der Realität.

Im Grunde wird es tagtäglich schlimmer und nicht besser. Derzeit steigen die Schulden in den USA mit dem größten Tempo der vergangenen Jahre!

Im Endeffekt wird es am Ende der Amtszeit von Marionette Obama so sein, dass in diesen acht Jahren so viele Schulden bei den int. Bankstern angehäuft wurden, wie unter allen Präsidenten in der Geschichte der USA.

In den vergangenen 13 Monaten ist der Schuldenstand der USA um mehr als 1,12 Billionen Dollar angestiegen!

Und das wird immer mehr werden – denn neben den neuen Schulden müssen natürlich vor allem die alten Schulden immer wieder umgewandelt werden, wenn die entsprechenden Anleihen auslaufen.

So werden in diesem Jahr in den USA wohl bis zu 7,5 Billionen Dollar an alten Schulden umgewandelt.

Das Problem ist nur: Noch gibt es Länder, die bereit sind den USA Geld zu leihen.
Wenn aber diese Länder das Vertrauen in die USA verlieren, wird das dramatische Folgen haben für die immer noch größte Volkswirtschaft der Welt. Ich bin fest davon überzeigt, dass wir aktuell die größte Spekulationsblase an den Finanzmärkten erleben, die es je in der Geschichte gegeben hat.

Und wenn diese Blase platzt, werden nicht nur die USA massive Probleme bekommen. Das wird die gesamte Weltwirtschaft in den Abgrund ziehen. Aber von dieser realen Gefahr hören wir in den gleichgeschalteten Massenmedien nichts!

Spätestens im Februar werden die USA wieder mit den Schulden in den Fokus rücken. Dann läuft zunächst der Übergangshausgalt aus und kurz danach wird die erst jetzt angehobene Schuldenobergrenze wieder erreicht werden.

Wie kann man da von einem starken Dollar sprechen?

Account gelöscht!

21.01.2014, 17:32 Uhr

Die Bundesbank hat öffentlichkeitswirksam erklärt dass sie 2013 nur 5 Tonnen aus den Fed-Beständen abzog und auch in 2014 nicht wesentlich mehr abziehen wird!

Nach 32+5 Tonnen aus Paris und NY in 2013 werden nach Aussagen der Bundesbank 2014 30-50 Tonnen folgen. Mit der selbstgesetzten (?) Obergrenze 50 Tonnen pro Jahr schafft sie es gerade mal im Zeitplan der nächsten 7 Jahre die restlichen 342 Tonnen aus Paris zu holen. Aus den USA scheinen bei diesem Mengengerüst gar keine Rückholungen für 2014 eingeplant zu sein.

Solche Nachrichten wirken natürlich ganz anders auf das Goldpreisfixing in NY als eine Ankündigung dass man 2014 die gesamten Bestände von 1500 Tonnen zurückholen würde.

Das FIAT-Papiergeld-System ist inzwischen so fragil dass man nur noch Gold-Promillelieferungen durchführen kann weil man "Vertrauen" in das System beweisen muss. Sonst kämen ja vielleicht außer ein paar texanischen Universitäten noch mehr Papiergoldbesitzer auf die Idee die physische Auslieferung zu verlangen und die preisdrückenden Papiergoldverkäufer müssten die Hosen herunterlassen.

Falls sich die Bundesbankbeamten irren und das Papiergeldsystem vorher crasht sind die deutschen Eigentümer die Dummen. Da sich in den 70ern der Goldpreis verzwanzigfachte kann man angesichts der heutigen Geldmenge auch von einem Mehrfachen des aktuellen Wertes ausgehen.

Dann haben wir allerdings keinen Lieferanspruch gegenüber dem amerikanischem Volk und dessen Gold in Fort Knox sondern nur gegen die private Bankenorganisation Fed die kürzlich ihren 100. Geburtstag feierte und ihre dann vermutlich leeren Tresore in NY.

Oder glaubt irgendjemand ernsthaft dass sich die an der Quelle sitzenden Wölfe der Wall Street nicht zuerst selbst bedienen und irgendwelche Eigentümeransprüche beachten?

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